Full text: Für die fröhliche Jugend

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
  
' Tras am Fenſter ſteht der Landmann, 
Starrt hinaus auf Schnee und Froſt. 
+ Will's denn gar nicht Frühling werden? 
Tobt no<h immer der Nordoſt? 
Was wir vorig Jahr erworben, 
Uuf die Neige geht es ſchon; 
6 Friſches Hoffen iſt verdorben, 
Shlimmes Sdidſal ſeh' ich droh'n. 
Gott, 0 Gott! wie ſoll das werden? 
Hor<! -- da klingt ins Ohr ein Ton! 
 
 
 
 
„Wirb, wie du willſt! Wirb, wie du willſt! 
Troß des Werbens und des Strebens, 
Wirbt nicht Gott mit dir, wirbt nicht Gott mit dir, 
Jſt do<F Ulles vergebens! 
Wie ich wegzog hier, wie ich wegzog hier, 
War die Scheuer fruchtbeſchweret. 
Wie ich wiederkomm', wie ich wiederkomm, 
Jſt Ulles verzehret! 
 
 
 
*) S. den auch von Rücert in ſeinem herrlichen 
y | Gedicht: „Aus der Jugendzeit“ benutzten Shwalbenſpruch 
| 5 in den „Altdeutſchen Wäldern, herausgegeben durch die 
“ Brüder Grimm“ (Frankfurt 1815) Bd. 2 und vgl. Brehm 's 
„Thierleben“ Bd. 2. 
 
 
 
 
 
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