In den Klassen 7 und 8 ist besonderer Wert darauf zu legen, daß die Jungen
und Mädchen durch sinnvolle Formen der Wissensvermittlung über die
gesellschaftliche und biologische Funktion von Körperkultur und Sport tiefere
Einsichten über den Zusammenhang von regelmäßiger sportlicher Betätigung
und guter körperlicher Entwicklung gewinnen und damit eine positive Ein-
stellung zur Körperkultur gefördert wird. Technisch-taktische Varianten — zum
Beispiel bei den Sportspielen — können in diesem Alter in besonderem Maße
für die geistige Durchdringung sportlicher Handlungen genutzt werden.
Gleiches gilt für die Grundregeln der Hygiene und gesunden Lebensführung.
Der Einfluß der Körperübungen auf das Wachstum und die Funktion der
Organe, der Muskeln und des Nervensystems findet, sofern er faßlich mit Bei-
spielen erklärt wird, wachsendes Interesse.
Eng verbunden mit der physischen Ausbildung ergeben sich für die politisch-_
moralische Erziehung in den Klassen 7 und 8 folgende Aufgaben:
_ Wecken und Vertiefen des Bedürfnisses nach regelmäßiger sportlicher Be-
tätigung.
Die allgemeine Sportfreudigkeit der Schüler- ermöglicht es, im Unterricht
ihre Interessen und Neigungen für den außerunterrichtlichen Sport zu be-
einflussen. Der außerunterrichtliche Sport in der Schulsportgemeinschaft
oder im Deutschen Turn- und Sportbund wirkt seinerseits auch auf den
Unterricht zurück. Das Schulsportfest, die Wettkämpfe um die Urkunde
des Vorsitzenden des Staatsrates und andere Formen sollen möglichst viele
Schüler einbeziehen. Darum ist im Unterricht dahin zu wirken, daß auch
die sportlich weniger befähigten interessiert und für die aktive Teilnahme
geworben werden. Der Sport soll der Mehrheit zum Bedürfnis werden. Dem
Sportlehrer obliegt es, alle Schüler durch ständige Informationen auf die
Möglichkeiten der regelmäßigen sportlichen Betätigung in der Schulsport-
gemeinschaft, im DTSB und auf die individuelle Sportausübung in der
Freizeit hinzuweisen. Im Unterricht erwerben die Schüler dazu anwendungs-
bereite Fertigkeiten und Fähigkeiten, durch den Unterricht. vertieft sich
ihre Freude am gemeinschaftlichen Sporttreiben, er festigt ihre emotionale
Bindung an Spiel und Sport. Darum sind Übung, Spiel und Wettkampf
zu nutzen, um Frohsinn und muntere Aktivität im Schülerkollektiv zu
verbreiten. Das sind wesentliche Antriebe für regelmäßiges Sporttreiben.
— Herausbildung patriotischer Gefühle und Überzeugungen
Die dem Sportunterricht eigenen Möglichkeiten der politisch-moralischen
Formung der Persönlichkeit und des Kollektivs sind in den Klassen 7 und 8
dahingehend auszuschöpfen, daß die Schüler den Ideengehalt des Sport-
abzeichens „Bereit zur Arbeit und zur Verteidigung der Heimat‘ erfassen,
die Normen des Abzeichens erfüllen und wissen, warum der Sport für das
Lernen, die produktive Arbeit und die Landesverteidigung von großer
Bedeutung ist. Als ein Bestandteil der sozialistischen \Wehrerziehung dient
die körperliche Grundausbildung in dieser Altersstufe nicht nur der all-
gemeinen physischen Vorbereitung auf die Erfordernisse der Landesverteidi-
gung, sondern auch der Entwicklung und Festigung patriotischer Gefühle
und Überzeugungen. Verbunden mit dem Unterricht in Staatsbürgerkunde,
Geschichte und Deutsch, der Erziehung in der Pionierorganisation und im
sozialistischen Jugendverband sollen die Schüler im Sportunterricht lernen,
daß die Liebe zum sozialistischen Vaterland die Bereitschaft zur Verteidigung
der Deutschen Demokratischen Republik einschließt.
or