perspektiven zu stellen sind (Leistungsriegen). Der Erwerb des Sport-
abzeichens ist ein wesentliches Kriterium, zumal seine Stufen (Bronze und
Silber) differenzierte Anreize bieten.
Durch die allmählische Steigerung der Anforderungen, individuelles Ein-
gehen, Anspornen und Anerkennen der erreichten Fortschritte, besonders
auch bei den leistungsschwachen und durchschnittlichen Schülern, ist das
Vertrauen in die eigene Kraft zu stärken. Erfolgserlebnisse sind für diese
Schüler Impulse für erhöhte Willensanstrengungen.
Bei Übung, Spiel und Wettkampf sollen alle Schüler zu beherztem und
entschlossenem Handeln herausgefordert werden, damit sie den Wert des
Sports für die Entwicklung des eigenen Wollens und Könnens erleben und
schätzen lernen.
All das soll in den Klassen 7 und 8‘dem Ziel dienen, Körperkultur und Sport
möglichst allen Schülern zu einem echten Lebensbedürfnis werden zu lassen.
Die Stellung des Sportunterrichts in den Klassen 7 und 8 wird besonders da-
durch charakterisiert, daß die vielseitige körperliche Grundausbildung
ab Klasse 7 für Jungen und Mädchen differenzierter durchgeführt wird.
Deshalb sollte die schon in den Klassen 5 und 6 angestrebte Trennung des
Unterrichts für beide Geschlechter jetzt möglichst voll verwirklicht werden.
Die Spielausbildung für Jungen ist mit dem Ziel der weiteren Festigung der
Technik und Taktik in ihrem zeitlichen Umfang erweitert. Der Unterricht in
Gymnastik (im Sinne der künstlerischen Gymnastik) wird nur für Mädchen
fortgesetzt. Die Kenntnisvermittlung wird verstärkt. In allen Schulen sind vor-
handene Möglichkeiten zum Schwimmen und für den Wintersport zu nutzen.
Wegen der unterschiedlichen örtlichen Voraussetzungen wird dafür im Lehr-
plan kein verbindlicher Stoff angegeben. Der Lehrer kann entsprechend seiner
Klassensituation selbständig geeignete Körperübungen aus den Sportarten
Schwimmen, -Skilauf,. Rodeln, Eislauf, Eishockey auswählen. Schulen, die eine
systematische Schwimmausbildung durchführen können, unterrichten nach
dem II. Ausbildungskomplex Schwimmen.! In schneesicheren Gebieten kann
auch in den Klassen 7 und 8 eine verstärkte Ausbildung im Skilauf nach
Sonderplan erfolgen.2 Die Wahl des entsprechenden Komplexes richtet sich
nach der bis zur Klasse 7 erreichten Leistungsfähigkeit und dem Ausbildungs-
stand der Schüler.
In den Klassen 7 und 8 gilt es vor allem, die bis zu dieser Altersstufe heraus-
gebildeten körperlichen Eigenschaften und Fertigkeiten zu festigen. Der ein-
heitliche Prozeß der physischen Grundlagenbildung wird durch die im Unter-
richt der Klasse 7 einsetzende vertiefende Ausbildung in einer Sportart
unterstützt.
Unter strenger Beachtung der Prinzipien der körperlichen Grundausbildung
für alle Schüler ist das zeitlich erweiterte, intensive Üben in einer Sportart
auf die Verbesserung der allgemeinen und sportlichen Leistungsfähigkeit ge-
richtet. Es dient weder der sportlichen Spezialisierung noch der Vermittlung
neuer, komplizierter Bewegungstechniken.
Aus diesem Grund wird kein zusätzlicher Lehrstoff eingeführt. Die in der
entsprechenden Sportart angegebenen Übungen sind systematisch zu wieder-
holen und zu festigen, vielfältig zu variieren und in der Bewegungsqualität zu
\i Vergleiche Jahresstundenverteilung, Seite 13.
2 Ebenda.