wenn dieſe Stellen mindeſten8 den gleichen Betrag wie
das Neichskuratorium aufbringen. EZ ſtehen alſo als=
dann für die Geſamtdur Mark zur Berſügung. Dieſes Geld dient für die ge=
nannten Heimſtätten-Unternehmungen in den Gemeinden
uſw. als Grundlage für Volksanleihen. Die Volksg=
anleihen ſollen auSgelegt werden innerhalb des
Kreiſes der Heimſtätten-Unternehmungen,
aljo in der Regel im Kreiſe der Gemeinden. Aus Grün-
den des endgültigen Erfolgez iſt es alſo zwe>mäßig, niht
eine Reichsanleihz, ſondern in den einzelnen Intzr=
eſſentengebieten ſelbſtändige Anleihen zu veranſtalten.
Zeichner für dieſe Heimſtätten=Bolksanleihen ſind in erſter
Linie die Siedler ſelbſt, al8sdann deren Bekannte, Ber-
wandte, ferner Perſonen in der Gemeinde, die das Geld
noF ängſtlich zurückhalten. Für dieſe Leute ſind die
BVolksfiedlungen im Kreiſe der Gemeinden al3z Reals-
wert, den ſie jederzeit ſelbſt ſehen können, die beſte
Gewähr für ſichere Anlage ihres GeldeS.
Die Gemeinden, die Berufsorganiſationen und Siedlungs»

ſreunde werden ein übriges tun, um die Anleihe volks.
tümlich zu maßen. Wenn au< nicht jede Gemeinde heute
in der Lage ſein wird, eine ſol legen, werden wir doh viele Gemeinden in Deutſchland
finden, die dankbar das Angebot d28 Reiches annehmen,
zumal au< dur< das vorgeſchlagene Geſe damit die
Bej Na thei:nbanken in 20 facher Höhe ihres Stammkapitals
Pfandbrieſe herausSgeben, kommunale Schuldverſchreibun-
gen in 28 facher Höhe des Stammkapitals. Um das Ge-
fühl der Sicherheit der Heimſtätten=Volksanleihen in den
Kreiſen der kleinen Geldgeber no fohlen, daß die genannten Heimſtätten=-Unternehmungen
Volköanleihen in zehnfacher Höhe ihres Stamm:-
kapitals auslegen dürfen, d. h. bei 40 Millionen Mark
können al38dann für 400 Millionen Mark BVolks.-
anleihen gezeichnet werden. Mit dieſem Gelde können
wir den Anfang legen zu einer großzügigen Heimſtätten-
beſ Ein großer Siedlungsplan der Pfalz
20 000 Ausbau-Heimstätten
Bemerkung der Scriftleitung: Seit mehreren
Jahren weiſen wir immer und immer wieder darauf hin, daß
die öffentlihe Hand bei Löſung der Kleinſiedlung8= und Woh-=
nungsfrage verpflichtet ſei, ausſchließlich die Kleinſtheimſtätte
zu fördern. Ziel muß die ausbaufähige Kleinſtheims=-
ſtätte ſein. Zur endgültigen Löſung der bodenpolitiſchen
Aufgaben und zur U2berwindung der FinanzierunsſhHwierig=
feiten haben wir einen beſonderen Borjchlag der Reichsregie=
rung vorgelegt. Wir freuen uns, daß überall Berſuche ent=
ſteben, die ausbaufähige Kleinſtheimſtätt? praktiſ(;) durc führen. Der großzügigy)te Plan geht jezt von der Pfalz aus.
Wir bringen im Wortlaut einen Aufjatz aus Nr. 178 der
„Nhein=Front“ über „den großen Siedlungsplan der Pfalz“.
Gaubetriebszellenieiter Claus Selzner ſd in der Zuſammenkunft das HauptſtüF des großen Pro=
grammes. €CSs iſt ein gigantiſcher Siedlungsplan, der
in der nächſten Zeit durc genommen werden ſoll. Zwanzigtauſend Betriebsgarbeiter
der Pfalz werden Eigenheime erhalten und ſomit wieder
eng mit ihrer Heimat verbunden. CS handelt ſih um ein
24-Millionen=Soſortprogramm, 14 Millionen Mark wer-
den vom Reich innerhalb der im geietzlichen Rahmen zur
Verfügung ſtehenden Mittel aufgebracht und für 10 Mil-
lionen wird die Pfſälziſh ſHhaſt übernehmen. ES iſt erfreulich, daß ſi< die Ber-
treter der pfälziſ mütig einverſtanden erklärt haben.
Gaubetrieb3zellenleiter Selzner führte im einzelnen
etwa folgendes aus: Die Vertreter der Wirtſchaftskreiſe,
die unter unZ weilen, wiſſen, daß ſich die wirtſchaftlichen
Verhältniſſe gebeſſert haben, weil endlich im deutſchen
innenpolitiſmen Geſchehen ſtabile Berhältniſſe Platz ge-
griffen haben. Unſere vordringlichſte Aufgabe iſt es nun,
durc< ECd zu untermauern. CZ iſt klar, daß wir im Weſten, ebenſo
wie es ſchon im Oſten des Reiches geſchehen iſt, mit ganz
beſonderem Ernſte dieſes gewaltige Werk in Angriff
nehmen müſſen. Daß dabei die Grundſätze des Na=
tionalſozialiSmus beachtet werden, iſt eine ſfelbſtverſtänd=
liche Borausſezung. I< richte an Sie deShalb den drin=
genden Appell, daß Sie, wo ez3 nur möglich iſt, Neu-
einſtellungen vornehmen, daß Sie aber auch alte Partei=
genofſjen und vor allem S.A.-Männer einſtellen, aus
deren fjelbjtlojfem Kampfe Sie jezt den Nuten ziehen.
DaZ iſt nicht nur ein Gebot der Dankbarkeit, jondern auch
ein Borbeugungsmittel gegen jedwede Rüſchläge.
In der Pfalz gibt es zurzeit na; Angabe der Ar=-
beit8ämter 70 000 Crwerbsloſe. Das iſt die ſichtbare Er=
werbslofigkeit. Darüber hinaus gibt e8 aber au< nod
die ſogenannten unſichtbaren Arbeitsloſen. Es kommt
nun Darauf an, in wie hohem Grade wir zuſätlic) Ar=
beit beſhaffen können. E38 genügt gewiß nicht, daß man
einem Wunſ>e der Gauleitung ſ tem man jetzt ein paar ErwerbsSloſe neu einſtellt, ſie
231


ſpäter aber bei einem eventuellen Rücſchlage wieder
abſtößt. Ausſchlaggebend iſt allein das Prinzip der Zu-
ſätzlichen Arbeit. Wo ader ließ2 ſich der Gedanke der zu-
jätzlichen Arbeit beſſer verwirklicen als bei der Inangriſfſf-
nahme eines großzügigen Siedlungsprojektes.
Der Marxisgmus konnte den deutſhen Menſ< en ge=
winnen, weil er es verſtanden hatte, ihn aus den Bin-
dungen mit ſeinem Boden herauSzureißen und ihm die
Phraje vom Internationaliämus zu ſuggerieren. Der
Marxismus wird in dem Augenbli> endgültig ausgeſpielt
haben, wo es uns gelingt, aus dem wurzelloſen Prole-
tarier wieder einen Beſitzer zu machen. Das ſ unmöglic< in einem armen Staate. Wenn wir aber be=
denken, was der NationalſozialiSmus ſchon geleiſtet hat,
dann rü>kt auch dieſes grandioſe Werk in den Bereich d25
Möglichen.
Wir haben das Programm aufgeſtellt, 20 000
BetriebSarbeitern in der Pfalz Cigenheime zu geben. Sie
werden nun ſagen, daß wir uns dies nicht leiſten können.
Wir haben jedod gefunden, daß dieſes Problem löSbar iſt.
20 000 Menſc bauen, werden den Generalangriff gegen die Yrbeitg-
loſigkeit in der Pfalz durc gen: Woher nehmen dieſe Leutz das Land? Die in die
nationalſozialiſtiſce Organiſation eingegliederien Gemein=
ven werden wir veranlaſſen, ihren in Eigenbeſitz befind=
lichen Grund und Boden unentgeltlich den Zwecken der
Siedlung zur Berfügung zu ſtellen, Man kann nun,
wenn man den Boden hat, mit dieſem Boden allein nicht
arbeiten. Wir können auc nicht nach den Methoden der
Auswanderer in den Kolonien arbeiten. Aber wir können
bei ſtaatlicher Fürſorge ſofort an den Bau der Häujer
gehen. Wir können in einem Zeitraum von 8 bis 9 Jah-
ren den Menſchen auf dem ihnen zugewieſenen Raum ihr
eigenes Anweſen erſtehen laſſen. Sie werden dabei nicht
zuſehen, ſondern ſie müſſen dabei ſelbſt zuſätzliche Arbeiten
verrichten. Cs werden ſich bei dem Bau der Häuſer aud
Arbeiten ergeben, die der Siedler nicht ſelbſt leiſten kann,
ſondern der Handwerker ausführen muß. Co wird das
Gandwerk unmittelbar mit eingeſchaltet. 20000 neue
Haushaltungen bedeuten 20 000 neue Einrichtungen, neu?
Inſtallationen uſw. Sie werden nun weiter fracen, was
ſoll fo ein neues HauZ2 koſten und woher ſollen wir das
nötige Kapital nehmen? Das HausZs ſoll nicht mit einem-=
mal in den Himmel wachſen. Der Bau wird ſtuſenweije
vorgenommen. Wir müſſen dazu übergehen, zunächſt ein
feſtes Fundament zu ſ zwei Näume erhalten. Nac< dem Bau der erſten Räume
ſollen 3wei weitere hinzukommen. Der Siedler wird
dann ein Wohnhaus mit Stallungen und einer 1200 Qua-
dratmeter großen Landſtelle in Eigenbeſitz haben. Nach
dem Ablauf zweier Jahre folgt der zweite Teil des HauU-
ſe2: Aufbau des Oberſto>es mit den beiden Wohnräumen,
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