Full text: Die Heimstätte - 13.1936 (13)

DIE HEIMSTÄTTE 
Monatsschrift für das 
Organ des Heimstättenamtes der 
deutschen Beamtenschaft 
e.V. 
BERLIN NW87 
 
 
Heimstättenwesen 
Organ der Beamtenbausparkassc 
Heimstättengesellshaft der 
deutshen Beamitensdhatft 
m.b.H. 
LESSING-STR.11 
HERAUSGEBER: JOHANNESLUBAHN 
Verlagsort: Potsdam 
Nummer 1 
Januar 1936 
13. Jahrgang 
 
in Landgemeinden 
(bis 2000 Einwohner) 
  
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1933 | 4 UR RE TF ER 6 
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Die Verteilung der Bevölkerung auf Stadt und Land 
Von der deutschen Bevölkerung wohnten: 
in Klein-und Mittelstädten 
(von 2000 bis 100.000 Einwohner) 
in Sroßstäcdten 
(über 100 000 Einwohner? 
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Aus Sonderheft Nr. 12 zu »Wirtschaft und Statistik« 
Was ſagt uns das Bild? 
1871 hatte Deutſchland etwa 40 Millionen Einwohner. 
Zwei Drittel der deutſmen Menſchen waren mit dem Boden 
verbunden. Sie ſahen die Geheimniſſe der Erde, hatten Ehr- 
fur<t vor der Geſezmäßigkeit der wunderbaren Kräfte in 
Erde und Sonne. Uu die Kinder der Rleinſtädte konnten 
dieſe Uräfte ahnen, wenn ſie aus dem Tor ihres heimat- 
lichen Ortes traten. Nur wenige Menſchen lebten in Groß- 
nädten, losgelöſt von der Mutter Erde. 
1933: Deutſchland zählt etwa 65 Millionen Einwohner. 
Ein Drittel der deutſchen Menſchen wohnen auf dem Lande, 
ein Drittel in wachſenden Städten bis 100000 Einwohner, ein 
Drittel der deutſhenMenſ<en in den fluc<hbeladenen 
Mietkaſernen der Großſtädte, dieſen Maſſengrä- 
bern der Volksgeſundheit! Die ſogenannte Intelligenz 
aging von den Großſtädten aus, das ganze Deutſchland 
wurde von den Großſtädten überſchattet. Die Kinder, die 
im Großſtädten aufwuchſen, erlebten niht das Geheimnis 
von Samen, Blüte, Frucht, wie es der Bauer täslich um 
 
 
 
ſich ſieht. Jn die Elendswohnungen der Hinterhäuſer drang 
ſelten ein Sonnenſtrahl. Die körperliche und ſeeliſche Rraft 
unſeres Dolkes mußte verkümmern. Aſphalt-Menſchen! 
Wenn die Entwicklung in den nächſten 60 Jahren ſo 
weiter geht, dann iſt die Kraft unſeres Volkes gebrochen. Gib 
dem Baum gute Muttererde und laß ihn von allen Seiten 
von der Sonne beſcheinen, ſo wirſt Du ſehen, wie prächtig er 
gedeiht. Jm dunklen Hof der Mietkaſerne kann ſchwer ein 
Baum geſund bleiben. Genau ſo kranken die deutſchen 
Kinder, die deutſche Zukunft, in den Wohnhöfen unſerer - 
Städte. 
Hin zum Boden! iſt die Loſung. Auch in unſeren 
Großſtädten ſollte keine Wohnung mehr erbaut werden, die 
nicht umgeben iſt von Garten. Die kleinſte Hütte, einge- 
bettet in Gartenland, iſt für unſer Dolk mehr wert als die 
größte und modernſte Etage der Mietkaſerne. 
Die Verbindung von Yolk und Vaterland, von Menſch 
und Scholle iſt eins der höchſten Ziele der national- 
ozialiſtiſchen Regierung. 
ſozialiſtiſch ? ? Johannes Lubahn.
	        

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