Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

Fortbildung der candidati probandi und jungen Lehrer in didaktigcher u. pädagogischer Beziehung. 133 
Steinvorth fragt an, ob durch die Vereidigung des Candidaten vor 
dem Probejahr der spätere Diensteid überflüssig gemacht werde. 
Wossidlo führt an, dass in einzelnen deutschen Staaten z. B. in 
Reuss, die Vereidigung des Probandus üblich zei. 
Nachdem ein Schlussantrag Annahme gefunden, empfiehlt der Cor- 
referent noch einmal geinen Antrag. Derselbe werde für Weckung des 
dvtandesgefühls wirksam sich erweisen. Der Probandus übe häufig Functionen, 
die wichtiger Seien als die des Referendars, habe gröggere Pflichten und 
Schwerere moralische Verantwortlichkeit. 
Darauf wird der erste Absatz des Antrages, betreffend Vereidigung 
des Probandi, angenommen. Zu Absatz 2 (Instruction) empfiehlt Krüger 
die Ertheilung einer „gedruckten“ Instruction, die den Candidaten über geine 
Pflichten belehre. | 
Der Referent hält es für natürlicher und nützlicher, wenn in der 
Conferenz die Bestimmungen über die Candidaten vorgelegen und erläu- 
tert werden. 
Stechow wüngcht keine gedruckte Instruction ich entgegengehalten 
zu Sehen, wenn er den Candidaten instruirt. 
Rösn er dagegen zieht eine gedruckte Instruction für zweckmägsig 
an; für den Director bleibe dabei genug zu erklären. 
Krüger will den Hauptaccent auf die mündliche Instruction durch 
den Director legen, meint aber doch, dass eine Schriftliche Fixirung der 
Hauptpunkte wünschenswerth gei. 
vchröter weist darauf hin, dass der Candidat, der kein Amt habe, 
auch keine Instruction brauche. 
Der Correferent: Der vereidigte Candidat hat Amtscharakter 
und muss Instruction erhalten. 
Der Antrag des Correferenten wird abgelehnt. 
| Zu. These 6 Alinea 1 liegen vor Amendements von 
1. Reisacker: der Candidat soll in der Regel nur innerhalb geiner 
Facultas beschäftigt werden. 
2. Müller (Kattowitz): die Worte „in der Regel in geinem Hauptfach“ 
zu streichen. 
3. Güthling: der Candidat soll möglichst innerhalb geiner Facultag u. gs. w. 
Güthling: Anschluss an eine Bestimmung, wie gie die Thege des 
Referenten gebe, gsei nicht immer zuträglich. In den unteren Klagsgen gei 
ein tüchtiger Candidat in jedem Fache zu verwenden. Er wüngehe gich 
also nicht zu gehr die Hände gebunden zu gehen.
	        

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