Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

134. Dritte Sitzung. 
Der Vorsitzende hält Beschäftigung von Lehrern in Fächern, für 
die ihnen nicht ausdrücklich im Zeugnisse die Befähigung zugesprochen 1st, 
für höchst gefährlich und für einen bögen Schaden. 
Hoppe erwähnt, wie die Directoren doch auch bei den fest ange- 
Stellten Lehrern beziebentlich der Stundenzuweisung gebunden geien; es Sel 
also für die Begehäftigung des Candidaten eine weige Forderung, dass er 
nicht in einem ihm fremden Fache zu unterrichten gezwungen werde, z. B. 
in Geographie in Sexta. 
Heine beantragt mit Müller die Worte „in der Regel in geinem 
Hauptfache“ zu streichen. Der Antrag wird indessen abgelehnt, der Wort- 
laut der These angenommen. 
These 6, Abgatz 2 beantragt Müller (Kattowitz) zu streichen. Der 
Candidat ist für die Correcturen ebenso anzuleiten wie für den Unterricht; 
er muss also, Sobald er unterrichtet, auch die Correcturen übernehmen. 
Meffert stimmt bei, zugleich mit Beziehung auf These 2, Alinea 2. 
Wenn der Candidat eine volle Lehrerstelle bekleide, 80 müsse er auch 
corrigiren. 
Nachdem der Referent das Vorhandengein einer Differenz begtritten, 
da er nicht die Uebertragung von Lectionen mit Correcturen im ersten 
Semegter verlange, wird die Streichung von These 6 Abgatz 2 gegen 7 Stim- 
men angenommen. 
Zu These 7 beantragt Rösner den zweiten watz von „die Stunden- 
zahl“ bis zum Schluss zu streichen. Eine Beschäftigung von 6--10 Stunden 
P-. bh. Sei für einen Candidaten völlig ausreichend; mehr gei ihm nicht auf- 
zubürden; Selbst wenn er anstellig gei, habe er doch mit Seiner Vorbereitung 
hinlänglich zu tbun. 
Bei der Abstimmung wird These 7 Abgsatz 1 angenommen. 
Der Referent befürwortet auch die Annahme von "Thege 7 Abgatz 2: 
es geil damit einem in vielen Referaten ausgesprochenen Verlangen Ausdruck 
gegeben. | 
Nachdem auch Meyer für Beibehaltung des Passus gesprochen, wird 
dergelbe angenommen. 
These 8 beantragt Heine in drei Absätze zu zerlegen; Eitner 
Schlägt vor Abgatz 1 zu streichen und die These mit den Worten zu 
beginnen: in der Regel findet die erste Beschäftigung. Güthling und 
Friede: die Worte „für das zweite Semegter“ u. 8. w. zu streichen; Meyer 
will die Worte: „in der Regel findet die Begchäftigung in einer unteren 
Klasse statt“ streichen. Rössler empfiehlt: der Candidat darf in der ersten 
Zeit nicht in überfüllten Klassgen beschäftigt werden.
	        

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