Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

Vierte Sitzung. 
Freitag, den 20. Juni, Nachmittags 3!/, Uhr. 
Die Berathung 
Veber die Fortbildung der candidati probandi und jungen 
Lehrer in didaktischer und pädagogischer Beziehung. 
wird fortgesgetzt. 
Der Correferent schlägt vor, These 9 des Referenten als 9a zu be- 
zeichnen und die These des Correferenten: „An die einjährige Probezeit . . .“ 
als 9b anzuschliessen. 
Der Vorsitzende schlägt die Aenderung vor: „die Probezeit soll 
mindestens ein Jahr dauern.“ Gleichzeitig ist er für Begeitigung des zweiten 
Satzes der These: „Unter Umständen . . .“ In der These des Correferenten 
wüngcht dergelbe vor den Worten: „voll beschäftigt wird“ den Zugatz: „gegen 
Remuneration“. | 
Gegen diesen Zugatz Spricht Geb. Reg.-R. Dillenburger seim Be- 
denken aus, weil er nicht wiege, woher zu der Remuneration das Geld ge- 
nommen werden golle. 
Der Correferent wendet gich gleichfalls gegen die Forderung der 
Remuneration, weil die Zahl der Candidaten gehr zunehmen könne. 
In Folge dessen schlägt der Vorgitzende die Fassung vor: „remu- 
nerirt werden darf.“ 
Beisert spricht gegen das Uebungsjahr nach der Probezeit. Das 
Probejahr sei Schon ein Vebungsjahr und genüge für den Director, um die 
Fähigkeit des Candidaten zu üben und Kennen zu lernen. 
Reisacker gchliesst gsich dem an, bemerkt aber noch hingichtlich 
des halben Jahres, dass ihm dasselbe als Probezeit nicht genügend erscheine. | 
Jedenfalls müsse die Behörde die Entscheidung über den einzelnen Fall 
haben. Besger aber Sei es, den betreffenden Zusatz ganz zu Streichen. 
Treu ist für den Zugatz: „und remunerirt werden darf.“ Im ersten 
Jahre mügse der Probandus unentgeltlich unterrichten. Nach dem zweiten
	        

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