Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

Fortbildung der candidati probandi und jungen Tehrer in didaktischer u, pädagogischer Beziehung, 143 
mügsse auch in diegen Sachen einen gewissen Spielraum haben, da der winn, 
aus dem Derartiges betrieben werde, die Hauptgsache Sei. 
Statt des Antrages Rögner gchlägt Beisert die noch allgemeinere 
Fassgung vor: . 
„An das Hospitiren knüpfen sich die erforderlichen Besprechungen.“ 
Im Einverständnisse mit Heine empfiehlt der Vorsitzende folgende 
kürzere Fassung der ganzen These 11: 
„Der Director weist dem Candidaten die Stunden an, in denen er 
zu hospitiren hat, überträgt ihm, dessen Individualität entsprechend, 
nach kürzerer oder längerer Frist, die ein halbes Jahr nicht über- 
Steigen darf, Lehrstunden zu gelbständigem Unterricht und unter- 
Stützt ihn mit Seinem Rath.“ 
Reisacker vermisst, bei Sonstiger Uebereinstimmung, die Bestimmung, 
dass der Candidat zuerst verschiedene Klasgen besuche, um den Organismus 
der Anstalt und das Verfahren der Lehrer kennen zu lernen. Erst dann 
Sei er anzuhalten, in der Klasse zu hospitiren, in der er später unterrichten 
Solle. So bestimme es auch die bestehende Instruction. Sei der Candidat 
durch Ertheilen eigener Lehrstunden schon etwas selbständiger, 80 scheue er 
Sich, in den übrigen Klassen zu hogpitiren. 
Dem entsprechend schlägt Reisacker folgende Fasgung der Thege vor: 
„Der Candidat hat in der ersten Zeit in allen Klassen zu hospitiren, 
um gich mit dem Gesammtorganismus der Anstalt bekannt zu machen; 
darauf hat er besonders in den Stunden zu hospitiren, in welchen - 
er demnächst gelbst unterrichten soll.“ 
Friede stimmt bei, macht aber darauf aufmerksam, dass das von 
Reisacker Verlangte auch in These 13 ausgesprochen Sel. 
Demnach eröffnet der Vorgitzende auch über diese Thege die Dis- 
eussion und empfiehlt gleichzeitig, diese und These 14 als zu speciell zu 
Streichen. 
Steinvorth spricht gsich gegen ein halbjähriges Hospitiren aus. 
Rhode will den die Verantwortlichkeit des Fachlehrers in These 12 
betreffenden Satz (Abgatz 1 Satz 3) gestrichen haben, da die Candidaten, 
weil gie Schon vereidigt geien, von Anfang an die volle Verantwortlichkeit 
für ihre Thätigkeit übernommen hätten. 
Menge unterscheidet zwischen speciellem und allgemeinem Hospi- 
tiren. Hogpitiren in allen Klassen von unten nach oben müsse dem Candi- 
daten die ganze Organisation des Gymnasiums klar machen. Er bitte also 
die Versammlung, zunächst zu bestimmen, ob nicht These 13 an Stelle 
von 11 zu erörtern geil.
	        

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