Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

Fortbildung der candidati probandi und jungen Lehrex in didaktischer u. pädagogischer Beziehung. 153 
zieht aber Seinen Antrag zu Gunsten der inzwischen von Heine vorge- 
Schlagenen Fassung zurück: 
„Der wissenschaftlichen und pädagogisch-didaktischen Fortbildung 
der jungen Lehrer hat Sich der Director anzunehmen.“ 
Diese wird mit Majorität angenommen. 
Da hiermit das vorliegende Thema erledigt ist, wird von dem Vor- 
Sitzenden die Frage angeregt, ob und wann das vierte Thema behandelt 
werden Solle. 
Friede erklärt gich dagegen, dass dies noch heute geschebe. 
Beisert und Volkmann, ebenso Heine gind entschieden für die 
Behandlung des vierten Themas, da die Frage von der Ueberbürdung eine 
der wichtigsten sel, zumal die Eltern aufgefordert geien, dem Director 
Klagen zu übermitteln. In gleichem Sinne spricht sich Hasper aus. 
Mit Zustimmung der Geb. Reg.-R. Dillenburger und Sommerbrodt 
Soll die nächste Sitzung Sonnabend um 8 Uhr beginnen. 
(Schluss 62/, Uhr.) 
 
In der Nachmittagssitzung gind folgende Thesen ange- 
nommen: 
9. Die Probezeit gsoll ein Jahr dauern. 
10. Die Führung des Candidaten ist Pflicht des Directors und der von 
ihm beauftragten Lehrer. 
11. Der Director weist dem Candidaten die Stunden an, in denen er 
zu hospitiren hat, überträgt ihm, dessen Individualität entsprechend, 
nach kürzerer oder längerer Frist, die ein viertel Jahr nicht über- 
Steigen darf, Lebrstunden zu gelbstständigem Unterricht und unter- 
Stützt ihn mit geinem Rath. 
12. Der Fachlehrer wohnt den vom Candidaten ertheilten Lehrstunden 
anfangs regelmässig, dann in angemessenen Zwischenräumen bei und 
behält die Verantwortlichkeit für den Unterricht. 
Die Disciplinargewalt ist dem Candidaten in beschränktem Um- 
fange zu gewähren. 
Der Candidat ertbheilt die Censuren für den von ihm gelbst- 
Ständig ertheilten Unterricht und giebt bei Versetzangen Seine 
Stimme ab. 
13. Es bleibt dem Director überlassen, dem Candidaten Gelegenheit zu 
Schriftlichen Referaten und gonstigen Schriftlichen pädagogischen 
Arbeiten zu geben.
	        

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