Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

12 Zweckmäsgsigste Einrichtung und Verwaltung von Schulbibliotheken. 
lichsten Werke der ausländischen Litteratur in UVebergetzungen. Die fran- 
zögischen und englischen Clasgiker, „an Realschulen im Original“ (Breglau 
Klisabeth-G.). Vorzugsweise gewünscht wird Shakespeare (von Glogau k. in 
der Oechselhäuger'schen Bearbeitung). 
Viele Gutachten verlangen mit Recht, dass die wirklich empfehlens- 
werthen Bücher in mehreren Exemplaren angeschafft werden gollen. 
Die Mittheilung der jährlichen Anschaffungen in dem Anstaltsprogramm 
wird von Breslau Magd. u. Matth. G., Bunzlau, Hirschberg, Liegnitz R. Au 
Ratibor befürwortet. 
Kanon anzuSchaffender Werke. 
Mehrfach wird als wünschenswerth bezeichnet, dass ein Verzeichniss 
von unbedingt zweckentsprechenden Schriften als Musterkatalog (nach dem 
Vorschlag von Brieg Corr.: durch eine von der Directorenconferenz dazu 
gewählte Commission) zusammengegtellt und den höheren Lehranstalten mit- 
getheilt werde. Diese Massregel würde wohl allgemein mit freudigem Danke 
begrüsst werden. Wenn aber von Beuthen, Breslau Job. G. Ref. („damit 
den extremen Anzsichten gewisger puristiecher Collegien entgegengetreten 
werde“), Glogau k. (damit „eine gewisse Einheit in Bezug auf die in die 
Bibliotheken aufzunehmenden Bücher gewahrt werde“) verlangt wird, dass 
die in jenem Kanon enthaltenen Bücher von allen Anstalten angegchafft 
werden mügsten, 80 kann man der Majorität der Conf. von Breslau Joh. G., 
Brieg Conf., Jauer, Liegnitz R. A., Ratibor nur beipflichten, wenn gie be- 
' haupten, dass dadurch die Freiheit in der Anschaffung der Bücher zu gehr 
beschränkt werde. Es ist, wie Liegnitz R. A. mit Recht bemerkt, dem 
pflichtmässigen Ermessen der mitwirkenden Lehrer zu überlasgen, mit Be- 
rückgichtigung der Bedürfnisse, „des historischen Charakters der Anstalt und 
der Eigenthümlichkeiten von Land und Leuten, auf die gie zunächst zu 
wirken hat“ (Ratibor), die anzuschaffenden Bücher auszuwählen. 
Wer wählt aus? 
Es entsteht nun die Frage, wer die Bücher nach den dargelegten 
Grundsätzen auszuwählen hat. Zunächst wird von mehreren Seiten gefordert, 
dass über die Anschaffungen in der Conferenz berathen und begchlosgen 
werde (Bunzlau, Grünberg, Ratibor, 7. St. der Conf. von Sagan, während 
Dir. und Ref. für eine Commission gind; Tarnowitz, Wohlau); die Conf. von 
Breglau R. z. bh. G. will die Anschaffung der Bücher für I und II durch 
eine alljährliche Conferenz festgestellt wissen; der Ref.: Dir. oder Conf.). 
Gegen eine gemeinschaftliche Berathung wäre wohl mit Reichenbach nur 
die Umständlichkeit des Verfahrens hervorzuheben; eine Begchlussfassung 
und Abstimmung in der Conferenz Scheint mir durchaus nicht rathgam. Soll
	        

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