Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

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96 Zweckmägsgigste Einrichtung und Verwaltung von Schulbibliotheken. -- Correferat. 
werth gein, nicht angeschafft werden können, weil der alte Kanon noch nicht 
erfüllt ist und die neuen Bücher nicht für kanonisch erklärt aind. Auf diese 
Weise würden den meisten Anstalten zu gehr die Hände gebunden Sgein. 
Oder es mügste der Kanon immer wieder erweitert werden, was mir schwer 
thunlich erscheint. Ich möchte daher die Auswahl durchaus der Discretion 
der dabei mitwirkenden Pergonen überlassen gehen. 
Entschädigung des Bibliothekars. 
In diegem Punkte weiche ich vom Ref. ab und bin der Angicht, dass 
der Bibliothekar, wenn er keine besondere Remuneration bezieht, für die auf 
die Verwaltung der Schülerbibliothbek zu verwendende Zeit, die doch eben- 
falls dem Dienste der Schule gewidmet ist, durch eine Verminderung geiner 
wöchentlichen Unterrichtsstunden zu entschädigen ist. Dies wird insbegondere 
dann billig Sein, wenn die Verwaltung von Lehrer- und Schülerbibliothek 
in einer Hand liegt. 
 
Thesen. 
Die zweite Thesis des Referats möchte ich folgendermasgen gefasst 
wissen: Zweck der Schülerbibliothek ist, den Schülern eine belehrende, ins- 
begondere die ethischen und ästhetischen Bildungszwecke der Schule unter- 
stützende und fördernde Unterhaltung zu bieten. 
In der vierten These Scheint mir angegichts des Wortes „angemessen“ 
der Zugatz „in beschränkter Anzahl“ wegfallen zu mügsen. | 
In Thege 14 möchte ich die Worte „und feissige“ streichen. Denn 
wenn man dürftigen Schülern, die Sich aus eigenen Mitteln die Schulbücher 
nicht anschaffen können, dieselben deshalb vorenthält, resp. entzieht, weil 
Sie unfleissig Sind, 80 raubt man ihnen die Möglichkeit, Reissig zu werden. 
Veberdies führt man den unerträglichen Zustand herbei, dass Schüler keine 
Schulbücher haben, und zwingt gie, die Schule zu verlassen, worin eine grogsse 
Härte liegen würde. 
Thesis 15 möchte ich Streichen. 
Reinlich gehaltene und brauchbare Ausgaben von Autoren können, 
wenn gie geschenkt werden, sgehr wohl der bibliotheca pauperum einverleibt 
werden. 
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