Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 5=4.1879 (5)

Fortbildung der candidati probandi und jungen TLehrer in didaktischer n. pädagogischer Beziehung. 595) 
weil die auf der Anfangsstufe gemachten Fehler nicht wieder gut zu machen 
Sind, Strehlen); dadurch wird im begsondern für das Lateinische Sexta, die 
Quarta für das Griechische ausgeschlossen. Indem die Gutachten auch noch 
andergartige Schwierigkeiten , die in einzelnen Klassen in Hingicht auf die 
Lehrgegenstände oder in Rücksicht auf die Disciplin vorkommen, abwägen, 
kommen fast alle zu dem Ergebniss, dass die unterste und die oberste Klasge 
auszugschliesgen ind, die Sexta wegen der Schwierigkeiten, die mit der Ein- 
führung der Knaben in die Aufgaben der höheren Schulen verbunden gind, 
(Gross-Glogau K., Hirschberg, Striegau), die Prima namentlich in Rückgicht 
auf das Abiturienten-Examen (Grünberg). In begonderen Zusammenstellungen 
werden empfohlen V IV (mit Ausnahme des Griechischen) von Breglau 
Matth., V--UPP? von Gross-Streblitz, V--II von Bunzlau, Leobgehütz, 
IV--IIP von Creuzburg, V--IDl2 Leobschütz, III begonders empfohlen von 
Freiburg, ausgeschlossen von Striegau. Im übrigen werden untere Klasgen 
vorgezogen von Königshütte, Ratibor, dieselben gerade wegen gröggerer 
Schwierigkeit verworfen von Guhrau, die mittleren von Patschkau empfohlen, 
die oberen von Guhrau, die untern und mittleren gerade wegen ihrer grosgen 
Schwierigkeiten von Gross-Strehlitz, alle Klassen wollen durchmachen lassen 
in einem einjährigen Cursus Neisse G., in einem zweijährigen Gross-Glogau E., 
Löwenberg. Für Anzstalten, welche wie die des Referenten nur 6 Klassen 
und keine Vorschule haben, dürften VI und III noch aus besonderen Gründen 
ausgegschlossen werden, die Sexta, weil die aufgenommenen Schüler weit 
ungleichartiger Sind, die Tertia, weil das lateinische Pengum dieger Klagse, 
wenigstens bei dem Gymnagium, ohnehin das schwierigste im ganzen Orga- 
nismus, durch die Verbindung zweier Jahrgänge in einen Cötus noch mehr 
erschwert wird. Für golche Angstalten dürften V IV (das Griechische aus- 
genommen) und (in Rücksicht auf das zweite Halbjahr) I] die angemessensten 
Verguchsstationen für Candidaten Sein. 
Für das zweite Halbjahr empfehlen die meisten Gutachten einen Wechgel 
der Klassen in aufsteigender Ordnung, nur wollen auch dann noch die oberen 
Klassen ausgeschlossen wissen Breslau Joh., Bunzlau, während ganz aus- 
drücklich der Unterricht in einer oberen Klasse von Leobschütz, Oppeln, 
Striegau begehrt wird. Dagegen wird der Wechgel der Klasse abgelehnt 
von Liegnitz G., Breslau M. (weil die zu behandelnden Abschnitte dann zu 
kurz Sind), Königshütte, während Patschkau den Wechgel wenigstens nicht 
in jedem Falle empfehlen kann. 
Referent findet bei genauer Abwägung aller Momente, dass die Gründe 
für und gegen den Wechgel der Klasse fast gleichwerthig Sind, möchte aber, 
ohne die Entscheidung vach einer Seite hin geben zu wollen, noch hervor- 
heben, dass die Beschäftigung eines Candidaten in einer oberen Klasse, wenn 
dergelbe nach dem Probejahr Jahre lang nicht in einer Solchen beschäftigt
	        

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