Full text: Verhandlungen der ... Direktoren-Versammlung in der Provinz Schlesien - 8=30.1888 (8)

1892 Bestrebungen auf die Einrichtung der Einheitsschule, Protokoll. 
- Dir. Dr. Brock will die These acceptieren, wiewohl er die Grund- 
anSchanung nicht teilt, welche die Kinheitsschule für unbedingt un- 
möglich erklärt. 
Dir. Dr. Eckardt bittet, wenn der Ausdruck „Bedürfnis" auf- 
genommen würde, den zweiten Teil der These als überflüssig weg- 
zulassSen. 
bir. Guhrauer ist nicht der Angicht des Dir. Dr. Brock. Eine 
Annäherung an die Einheitsschule Sei Schon da durch die gegenwärtige 
Organigation. Die Realgymnagien Seien den Gymnagien zu nahe ge- 
kommen. Es Seien nunmehr wohl nur zwei Wege möglich: Entweder 
man mache das Realgymnagium wieder zur Realschule oder man gelange 
zu irgend einer EinheitssSchule. 
bie beiden Teile der These werden getrennt zur Abstimmung ge- 
bracht. Der erste Teil (das Bestehen verschiedener Arten von höheren 
Schulen ist durch das Bedürfnis gerechtfertigt) wird mit Majorität an- 
genommen, der zweite Teil (die Urgachen, die Sie ins Lieben gerufen 
haben, wirken noch fort) mit Majorität abgelehnt. 
Der Zugatz des Dir. Dr. Friede „die Frage der Berufswahl wird 
von Seiten des EinheitsSchulvereins übergschätzt" wird mit Majorität ab- 
gelehnt. | 
Über These 3 des Ref. welche zurückgezogen ist, weil Sie dem 
Thema nicht nahe genug liegt, wird in eine Besprechung nicht ein- 
getreten. 
| Dir. Dr. Weck bedauert die Zurückziehung der Thegse, weil das 
Eingehen auf die Erörterungen des Ref., welche darauf hinführten, und 
die Einbringung einer entsprechenden Gegenthese unmöglich wird. 
Zu These 4 schlägt der Ref. Selbst eine Anderung vor: „Die ver- 
Schledenen Arten von Schulen Sind nicht durch einen über IV hinaus- 
gehenden gemeingamen Unterbau und gemeingamen Unterricht der mitt- 
leren und oberen Klassen in einzelnen Fächern zu verbinden." 
bir. Dr. Eitner beantragt These 4 zu streichen und folgende an 
Ihre Stelle zu Setzen: „Dagegen ist es wünschenswert, auf einem ge- 
meingamen Sechgjährigen Unterbau eine Bifurkation in eine humanistische 
und eine realistische Seite auf den drei oberen Stufen eintreten zu 
JasSen." 
bie Rektoren Steinvorth und Dr. Knape Schlagen vor: „Aus 
praktischen Gründen ist es wünschenswert, daſs die yerschiedenen Arten 
von höheren Schulen durch einen gemeingamen, die Sechs untersten Jahr- 
gänge umfasgenden Unterbau verbunden werden." 
Rektor Dr. Knape verteidigt Seinen und des Rekt. Steinvorth An-
	        

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