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Wie läßt Sich die Forderung der Lehrpläne erfüllen, daß
der ReligionSunterricht ohne Künstliche Mittei zu ailen
übrigen Lehrgegenständen, inSbegSondere den ethischen, in
engste Beziehung geSeizt werde ?
Berichterstatter: Realgymnagialdirektor Dr. Hälfm ann in Itzehoe.
Mitberichterstatter: Oberrealschuldirektor Strehlow in Altona (Elbe).
Bericht.
Die Frage über den Religiongunterricht isf vom Königlichen Pro-
vinzial-Schulkollegium 17 Lebrerkollegien der Provinz zur Bearbeitung
übertragen worden. Es haben mir die Berichte und Konferenzverhand-
lungen vorgelegen von den Gymnagien in Altona (mit Realgymnasium),
Flensburg (mit Realgymnasium), Glückstadt, Hadersleben, Husum, Kiel,
Meldorf, Neumünster (mit Oberrealschule), Ploen, Ratzeburg, Rends-
burg (mit Realgymnasium), Schleswig, Wandsbek, dem Realgymnasium
in Itzehoe und den Realschulen in Apenrade, Eckernförde und Tondern.
Flensburg, Kiel und Schleswig haben auch noch einen Mitbericht geliefert.
Die Berichte gind von gehr verschiedenem Umfange, von 9 bis 74 Seiten.
Die Konferenzverhandlungen Scheinen öfters zu wenig ausführlich mit-
geteilt zu Sein, 80 daß die Stellung der Kollegien im einzelnen nicht immer
klar ergichtlich wird. Im ganzen tritt bei den Referaten wie in den Kon-
ferenzen eine außerordentlich maßvolle Haltung aller Richtungen zutage,
S0 daß es in den Hauptpunkten nirgends wegentliche Meinungsverschieden-
heiten gibt. Man merkt auch in den Konferenzverhandlungen 80 gut
wie nichts von einem Gegengatz zwisSchen den Vertretern der Religions-
wisSenschaft beziehungsweise den Sogenannten Geisteswisgenschaften über-
haupt und denen der Naturwissenschaften; alle Scheinen gern bereit zu
Schleswig-Holstein. | 1