Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

166 Amtlicher Teil 
(Die Dienſtjahre werden auf die Zeit der Berufs- oder 
Betrieb8zugehörigkeit im bürgerlichen Beruf angerechnet.) 
e) 12 Jahre dienen Freiwillige aller Laufbahnen, welche 
die Eignung zum Unterofſſizier nachweiſen und ſich frei- 
willig zu einer Dienſtzeit von ins8geſamt 12 Jahren 
verpflichten. 
2. Bei der Flatartillerie, Regiment General Göring und 
Fallſhirmjäger-Regiment 1: 
a) 2 Jahre, ſofern nicht eine freiwillige Verpflichtung für 
ein drittes Dienſtjahr eingegangen wird, 
b) 12 Jahre bei Eignung zum Unteroffizier und freiwilliger 
Verpflichtung für in8geſamt 12 Dienſtjahre. 
3. Bei der Luſtnahri<tentruppye: 
2) 2 Jahre bei Eignung zum Reſerveofſizieranwärter oder 
vei beſonderer nachrichtentechniſcher Beruf8aus8bildung (An- 
gehörige der Fernmelde-, Elektro- und Rundfunkinduſtrie 
mit Facharbeiter oder Geſellenprüfung, Kurzwellen- 
amateure ujw.), ferner Kraftfahrer und ſolche Freiwillige, 
die an einem Lehrgang des NSRK. teilgenommen haben. 
b) 4% Jahre jol<he Freiwillige, die Luſt und Liebe zum 
Nachrichtendienſt beſizen und eine ſreiwillige Verpflichtung 
für eine 4%jährige Dienſtzeit eingehen. Sie haben die 
Ausſicht auf Beförderung zum überzähligen Unteroffizier 
nach 2 Dienſtjahren. (Die Dienſtjahre werden auf die 
Zeit der Beruf8- vder Betriebszugehörigkeit angerechnet.) 
e) 12 Jahre bei Eignung zum Unteroffizier und freiwilliger 
Verpflichtung für in8geſamt 12 Dienſtjahre. 
Wo 
iſt Einſtellung mögli<? 
1. Die Einſtellung bei der Flieger- und der Luftna<ric<ten- 
truppe iſt in der Regel nur bei Truppenteilen möglich, deren 
Standort in der Nähe des dauernden Aufenthaltsortes des 
Bewerbers liegt. 
Es können ſich jedoh um Annahme bewerben: 
a) Freiwillige aus dem ganzen Reich bei Truppenteilen des 
Luſtwaſſenkommandos See (Küſtengebiete der Nord- und 
Oſtſee), beim Regiment General Göring (bei dieſem mit 
Ausnahme von Oſtpreußen) und beim Fallſchirmjäger- 
Regiment 1, | 
b) länger dienende Freiwillige (d. h. mit Verpflichtung für 
47% vder 12 Dienſtjahre) aus dem ganzen Reich bei den- 
jenigen Waffengattungen oder Truppenteilen, bei denen 
ſie dienen wollen. 
2. Die Einſtellung bei der Flakartillerie muß bei Flak- 
abteilungen erfolgen, deren Standort in der Nähe des dauernden 
Aufenthalt3ortes des Bewerbers liegt. 
83. Sind dem Bewerber die für ihn in Betracht kommenden 
Truppenteile nicht bekannt, ſo kann er ſie bei dem für ſeinen 
Dauernden Aufenthalt8ort zuſtändigen Wehrbezirk3kommando 
vder Wehrmeldeamt erfragen. Die Wahl der Waſſengattung 
(Fliegertruppe, Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe, Regiment 
General Göring, Fallſchirmjäger-Regiment 1) iſt dem Be- 
werber freigeſtellt. 
4. Die Einſtellung bei dem gewählten Truppenteil iſt jedoch 
nur in Grenzen der bei dieſem vorhandenen Freiwilligen- 
ſtellen möglich. Ein Anſpruch auf Einſtellung bei der ge- 
wünſc<ten Waffengattung oder bei einem beſtimmten Truppen- 
teil beſteht grundſäthlie< ni<t. Überangebot von Freiwilligen 
wird anderen Truppenteilen zugeführt, bei denen noc< Bedarf 
vorliegt. Deshalb iſt vom Bewerber in ſeinem Annahmegeſuch 
mit anzugeben, bei welcher Waffengattung oder welchem 
Truppenteil er eingeſtellt werden möchte, wenn bei dem ge- 
wünſchten Truppenteil keine Stelle mehr ſrei iſt. 
Wie 
bewirbt man ſich? 
1. Der Bewerber reicht ſein Annahmegeſuch grundſäßlich: 
nur bei einer Annahmeſtelle ein, und zwar: 
2) für die Fliegertruppe bei einer Fliegererſakabteilung, 
b) für die Flakartillerie 
für 12jährige Dienſtzeit bei einer Flakabteilung, 
für 2jährige Dienſtzeit bei dem für ſeinen dauernden 
Aufenthalt38ort zuſtändigen Wehrbezirkskommando, 
ce) für die Luftnac<hri<tentruppe 
für 4%- und 12jährige Dienſtzeit bei einer Luftnachrichten- 
abteilung oder einer Luftgaunachrichtenabteilung, 
für 2jährige Dienſtzeit bei dem für ſeinen dauernden 
Aufenthalt3ort zuſtändigen Wehrbezirkskommando, 
d) für das Regiment General Göring bei dieſem Regiment 
in Berlin-Reini>kendorf-Weſt 4, Spandauer Weg, 
e) für das Fallſchirmjäger-Regiment 1 bei dieſem Regiment 
in Stendal. 
2. Dem Annahmegeſuch ſind folgende Papiere beizufügen: 
a) von Bewerbern, die no<ß ni<t erfaßt ſind, der Frei- 
willigenſ<ein zum Eintritt in den aktiven Wehrdienſt. 
Für die Ausſtellung des Freiwilligenſ<heins melden 
ſich die no< nicht erfaßten Bewerber perſönlich bei der 
zuſtändigen polizeilichen Meldebehörde zur Anlegung des 
Wehrſtammblattes. Hierbei iſt die Ausſtellung des Frei- 
- willigenſcheins zu beantragen. Perſonalpapiere und von 
Minderjährigen die ſchriftliche, amtli beglaubigte Ex- 
laubnis 7?) de8 geſeßlichen Vertreters ſind zur Anmelbung 
. mitzubringen, 
von Bewerbern, die bereits gemuſtert ſind, an Stelle 
des Freiwilligenſ<heins ein polizeilich beglaubigter Auszus 
aus dem Wehrpaß betreffend Tauglichkeit3grad und 
Wehrdienſtverhältnis, 
Formblätter (zu a und b) ſind bei den polizeilichen 
Meldebehörden zu haben, für im Reichsarbeitsdienſt be- 
findlihe Bewerber bei dem zuſtändigen Meldeamt für 
den Reichsarbeitsdienſt. Ein zweiter Freiwilligenſchein 
vber zweiter Au8zug aus dem Wehrpaß darf erſt nach 
Rückgabe des erſten oder nac< Ablauf ſeiner Gültigkeit 
ausgeſtellt werden. 
Geſu<e, denen der Freiwilligenſchein oder der be- 
glaubigte Auszug aus dem Wehrpaß ni<t beiliegt, 
werden nicht berüdſichtigt. 
3. Alle Bewerber haben dem Geſuch außerdem beizufügen? 
a) einen ſelbſt und mit der Hand geſchriebenen lüdenloſen 
Lebenslauf. Dieſer muß mindeſtens enthalten: Vor- 
und Familiennamen (Rufname unterſtreichen), Tag, Jahr, 
b 
Saag“ 
1) Wortlaut der Erklärung: 
 
(Ort und Tag) 
Erklärung. 
Hierdurc< gebe ich a!8 geſetzlicher Vertreter meines minder- 
jährigen Sohnes (Mündels) 
 
Bor und Familienname) 
geboren am 
dieſem die Erlaubnis zum -Twilligen Eintritt in die 
Wehrmacht. 
 
 
 
Nebenſtehende Unterſchrift des 
 
 
(Name des geſetlichen Vertreter3) 
wird hiermit beglaubigt. 
(Unterſchrift 
des geſeßlichen Vertreter3 7 
(Stempel) 
 
 
(Unterſchrift)
	        

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