Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

194 | H Amtlicher Teil 
 
fügung iſt eine Einzeichnungsliſte nach folgendem 
Muſter in Umlauf zu jeßen: 
Einzei<hnungshliſte 
für die Übernahme des Ehrenamts als Zähler bei der 
Volks=, Berufs- und Betriebszählung 1939. 
 
 
Genaue Anſchrift bl 
 
R Vor- und Amts8- (ggf. auch Fern- 
2 Zuname bezeichnung ſprecher) amis 38 
1 
2 3 4 5 
 
 
 
 
 
Großer Wert iſt auf möglichſt lückenloſe Be- 
teiligung der höheren Beamten zu legen, weil ihr 
Verhalten erſahrung8gemäß das der Übrigen Be- 
amten und Behördenangeſtellten beeinflußt. In 
der Verfügung iſt anzuordnen, daß im Falle der 
Ablehnung des Zähleramts die Gründe für die 
Ablehnung in einer beſonderen dienſtlichen Meldung 
ſchriftlich anzugeben ſind. Über die dienſtliche 
Unabkömmlichfeit entſcheidet der Leiter der Be- 
hörde, Dienſtſtelle oder Schule. Der Umlauf der 
Einzeichnungsliſte iſt ſo zu beſchleunigen, daß dem 
Bürgermeiſter die Namen der Perſonen, die ſich 
für die Übernahme des Zähleramt3 zur Verfügung 
geſtellt haben, ſpäteſtens acht Tage nac< Eingang 
des Anſuchens um Zählermeldung mitgeteilt werden 
fönnen. Falls einer der gemeldeten Zähler ex- 
franft oder aus anderen zwingenden Gründen 
verhindert iſt, iſt dem Bürgermeiſter ſofort Nachricht 
zu geben und tunlichſt gleichzeitig ein Erſaßmann 
zu benennen. - 
=---Arbeitsgemeinſc<aften. Falls die Bürgermeiſter 
um Benennung eines beſonderen Oberzählers er- 
ſuchen, iſt ein ſolcher für je etwa fünf bis acht Zähler 
zu bezeichnen. Die Bürgermeiſter ſind angewieſen, 
jich im Bedarfsfalle von den Behörden derartige 
Arbeit8gemeinſchaften „Oberzähler - Zähler“ ſertig 
zuſammengeſtellt namhaft machen zu laſſen. Auf- 
qabe des Oberzählers iſt, die Zähler ſeiner Arbeits- 
gemeinſchaft zu beraten und die von ihnen ab- 
gelieferten Zählpapiere auf BVollzähligkeit und 
Vollſtändigkeit der Ausfüllung nachzuprüſen. Bei 
der Zuſammenſtellung dieſer Arbeit8gemeinſchaften 
iſt anzuſtreben, ſolhe Beamte und Angeſtellte als 
Oberzähler zu wählen, die durc< die Art ihrer 
Tätigkeit oder als Vorgeſeßte bereits herausgehoben 
jind (z. B. Behördenleiter - Gefolgſchaft; Referent- 
Mitarbeiter; Gruppenleiter - Gruppe). Der Ober- 
zähler darf ſich jedoch nicht als Vorgeſeßter ſeiner 
Zähler, ſondern lediglich als Leiter einer Arbeits- 
gemeinſchaft betrachten. 
Wie bereits bemerkt, ſind derartige Arbeits8- 
gemeinſchaften nur auf ausdrücklichen Wunſch der 
Bürgermeiſter in der von ihnen angegebenen 
Stärke zu bilden. 
Verbindungsmann. Bei größeren Behörden 
(Dienſtſtellen, Schulen) empfiehlt ſi< zur Ex- 
leichterung des Verkehr8 der Zähler bzw. Ober- 
zähler mit dem Bürgermeiſter die Benennung 
eines Verbindung8mannes, der u. a. daſür zu 
ſorgen hat, daß Anweiſungen ujw. des Bürger- 
meiſters in kürzeſter Zeit ſämtlichen aus der Be- 
hörde ſtammenden Oberzählern und Zählern be- 
kanntgegeben werden können, 
- geſehenen Umrechnungs3z3 
Beri<ht. Den nach Ziffer 5 des Beſchluſſes 
der Reichsregierung erforderlichen Bericht über 
den Umfang der Beteiligung der Beamten und 
Angeſtellten an dem Zählgeſchäft erſuche ich mir 
bis zum 10. April 1939 zu erſtatten. In dem 
Bericht iſt anzugeben: 
a) Zahl der Beamten und Angeſtellten überhaupt, 
b) Zahl der Leiter und Lehrer öffentlicher Schulen, 
6) Zahl der Beamten und Angeſtellten, die ſich 
ſür das Zähleramt gemeldet haben, 
d) deSgleichen der Leiter und Lehrer öffentlicher 
Schulen, 
e) die Gründe einer etwa beſonders geringen 
Beteiligung; als beſonders gering ſehe ich 
eine Beteiligung von weniger als 75 v. H. 
der unter a und b gemeldeten Anzahl .an. 
Behandlung der Zählung im Unterri<t. Für 
eine geeignete Behandlung der Bedeutung und 
der wichtigſten Einzelheiten der Volks8-, Berufs- 
und Betriebszählung 1939 im Schulunterricht, und 
zwar nicht nur in den höheren uſw. Schulen, 
jondern auch in den oberen Klaſſen der Volks- 
ſchulen, iſt etwa in den lezten zwei Wochen vor 
der Zählung Sorge zu tragen. Da die Leiter und 
Lehrer der Schulen zum größten Teil als Zähler 
mitwirken, werden ſie für einen derartigen Unterricht 
hinreißend mit der Zählung vertraut ſein und 
auch Anſc<<hauungsmaterial in Geſtalt der Zähl- 
papiere zur Hand haben. In ländlichen Gegenden 
wäre daneben die Umrechnung ortsüblicher Flächen- 
maße in Hektar und Ar, und zwar an Hand des 
Land- und Forſtwirtſc<haft8bogens und der vor- 
 
Zur geſchäftlichen Erleichterung liegen Mehr- 
abdrucke bei. 
Berlin, den 13. März 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Kuniſ<. 
An die Unterrichtsverwaltungen der Länder (einſchl. 
Öſterreich), den Herrn Reichsſtatthalter (Staats- 
verwaltung) in Hamburg, den Herrn Reich8- 
kommiſſar für das Saarland in Saarbrücken, 
den Herrn Reichskommiſſar für die ſudeten- 
deutſchen Gebiete und die Herren Vorſteher 
der nachgeordneten Reich8- und preußiſchen 
Dienſtſtellen. -- 2 11 a 792. 
(RMinAmtsblDtſ|c<hWiſſ, 1939 S. 192.) 
157. Be&Xum-Ahlenſcher Fonds. 
Au| den Bericht vom 10. Februar d. J8. 
Ich beſtimme hiermit, daß mit ſofortiger 
Wirkung der Be>um-Ahlenſche Kloſterfonds8 die 
Bezeichnung „Beckum-Ahlenſcher Fonds“ führt. 
Berlin, den 14. März 1939. - 
| Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Graf zu Ranßau. 
An den Herrn Regierungspräſidenten (Landwirt- 
ſchaftliche Abteilung) im Münſter. -- Z 11 ec 384, 
(RMinAmts5blDtſchWiſſ. 1939 S. 194.)
	        

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