Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

298 Amtlicher Teil 
bautechniferprüfung nach den „Beſtimmungen 
über die Einrichtung und den Betrieb ſtaatlich 
anerkannter Kulturbauſchulen in Preußen“ vom 
24. Dezember 1928 beſtanden. Ex beſibßt dem- 
nach die wiſſenſc<haftlich-te<hniſc<he Aus8bildung eines 
Ingenieurs für Waſſerwirtſchaft 
| und Kulturte<hnik 
und iſt gemäß Erlaß des Herrn Reich8miniſters 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung 
vom 3. Mai 1939 -- 1 V 6802/31 -- berechtigt, 
dieſe Berufsbezeichnung zu führen. 
Der ſtaatliche Prüfungsleiter: 
 
( Siegel.) | 
Der Direktor: 
 
Der Antrag auf Ausſtellung dieſer Urkunde iſt 
bei dex Schule zu ſtellen, an der die Prüfung 
abgelegt worden iſt. Jhm iſt das Kulturbautecniker- 
Prüfungszeugnis in Urſchrift und eine Verwaltungs- 
gebühr von 1 RM beizufügen. Letßtere iſt von 
der Schule zu vereinnahmen und rehnungsmäßig 
nachzuweiſen. 
Berlin, den 3. Mai 1939. 
| Der Reichsminiſter 
ſür Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. - 
Im Auftrage: Holfelder, 
An die Herren Regierungspräſidenten in Königs- 
berg i. Pr., Lüneburg, Arnsberg, Erfurt. -- 
E V 6802/31, 
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. 1939 S. 297.) 
Volksbildung 
a) Für das NReich 
269. Richtlinien der Reichsarbeit8gemeinſchaft 
für Erwachſenenbildung über die organiſato- 
riſche Neugeſtaltung der Erwachſenenbildung,. 
1. Die weltanſchaulihe Schulung iſt allein 
Auſgabe der Partei. Gemeinſame Aufgabe von 
Partei, Staat und Gemeinden iſt es, durch Ein- 
richtungen der Erwachſenenbildung die geiſtigen 
und politiſch - weltanſchaulihen Erkenntniſſe der 
deutſj<en Volks8genoſſen zu erweitern und zu ver- 
tieſen und ſie zu eigenem geiſtigen und künſtleriſchen 
Schaffen in ihrer Freizeit anzuleiten und zu fördern. 
2. Der Reichsminiſter für Wiſſenſchaft, Exr- 
ziehung und Volksbildung übt die ſtaatliche Auſſicht 
über die Einrichtungen der Erwachſenenbildung 
aus und fördert ihre Aufgaben durch geeignete 
Maßnahmen. Die Aufſicht erſtre>t ſich nicht auf 
die Gebiete, die, wie die weltanſchauliche Schulung, 
allein zum Aufgabenbereich der Partei gehören. 
3. Die Mitwirkung der Gemeinden und Ge- 
meindeverbände ergibt ſich aus der Deutſchen 
Gemeindeordnung. 
4. Der Stellvertreter des Führers beſtimmt 
die für die Mitwirkung an der Erwachſenenbildung 
zuſtändigen Parteidienſtſtellen. 
59. Zm Jntereſſe einer engen Zuſammenarbeit 
und einheitlihen Auzsrichtung wurde die Reichs- 
arbeit8sgemeinſchaft für Erwachſenenbildung ge- 
gründet. Der Stellvertreter des Führers beſtimmt 
die Parteidienſtſtellen, die in ſeinem Auftrage für 
die Partei an der Reichsarbeit8gemeinſchaft teil- 
nehmen werden. Der Reich3miniſter für Wiſſen- 
ſchaft, Erziehung und Volksbildung beſtimmt im 
Einvernehmen mit dem Reichsminiſter des Innern 
die Mitglieder, die die gemeindlichen und ſtaat- 
lihen Belange in dieſer Reichsarbeit8gemeinſchaft 
zu vertreten haben. Die laufenden Geſchäfte der 
Reichsarbeit8gemeinſ<haft führt der Leiter des 
Amtes Deutſches Volksbildungswerk. 
6, Die Arbeitsgemeinſchaft wird zur Erledigung 
ihrer Aufgaben Vertreter anderer Stellen hinzu- 
ziehen. 
Für die drtlihe Arbeit auf dem Gebiete der 
Erwachſenenbildung gelten folgende Richtlinien: 
7. Träger der Erwachſenenbildungs3arbeit iſt 
das Deutſi<e BVolksbildung8werk in der NS.- 
Gemeinſchaft „Kraſt dur< Freude“. Die Arbeit, 
die von noc< beſtehenden Volks8ho<hſchulen, Volks8- 
bildungsvereinen, Vortrag8ämtern und ähnlichen 
Einrichtungen geleiſtet wird, wird von dem 
Deutſchen Volksbildungswerk betreut. 
8. Das Deutſche Volksbildungswerk bedient ſich 
zur Erfüllung ſeiner Aufgaben in den Volks8- 
bildungsſtätten und in ſeiner ſonſtigen Arbeit 
folgender Arbeit8sweiſen: Einzelvortrag (ein- 
ſchließlich Dichterleſung), Vortrags8reihe, Arbeits- 
gemeinſchaft, Arbeitskreis, Abendlehrgang, Abend- 
kurſus, Führung, Beſichtigung, Lehrwanderung, 
Kulturſahrt. 
9. Den Gemeinden und Gemeindeverbänden . 
wird empfohlen, die Arbeit des Deutſchen Volks- 
bildungswerkes ideell und, ſoweit es ihre Finanz- 
lage in Berückſichtigung ihrer ſonſtigen Verpflich- 
tungen geſtattet, auch materiell durch Zuwendungen 
zu fördern. Die Zuſchüſſe der Gemeinden ſind 
ovrtlich zwecdgebunden. 
10. Die wichtigſte Aufgabe iſt die Aus8geſtaltung 
der einzelnen Orts errichteten Volksbildungsſtätten 
zu Zeiſtungsfähigen Einrichtungen der Erwachſenen- 
ildung. 
11. Der Leiter der Volksbildungsſtätte wird auf 
gemeinſamen Vorſchlag des Kreisreferenten des 
Deutſchen Volksbildungswerke8 und des Gemeinde- 
leiters von dem Kreisleiter der NSDAP., der
	        

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