Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

360 Amtlicher Teil 
ein eingehend begründeter Antrag auf Berückſichtigung dieſer 
Kinder beizufügen. 
Hiernach iſt unter entſprechender Beachtung der Anmerkung 5 
auc< zu verfahren, wenn Kinder im Laufe des Schuljahres das 
24. Lebensjahr vollenden. 
7. Sobald Veränderungen eintreten, iſt erneut eine Er- 
flärung nach dieſem Vordru> vorzulegen. Vordrucke dieſer 
Erklärungen ſind beim Schulleiter erhältlih. Jſt das Schulgeld 
troß eingetretener Veränderung in der bisherigen Höhe ent- 
richtet, ſo wird der Unterſchiedsbetrag nachgefordert oder er- 
ſtattet. Eine Erſtattung ſindet jedoch nur ſtatt, wenn die Ver- 
änderung innerhalb eines Monat3 nach dem Tage angezeigt 
worden iſt, an dem ſie eingetreten iſt. Erfolgt die Anzeige 
verſpätet, ſo iſt der Erſtattungsanſpruch um ſo viele Monate 
des Schuljahres verwirkt, als die Veränderungsanzeige ver- 
ſpätet eingegangen iſt. Angefangene Monate werden hierbei 
al3 volle gezählt. 
Volksbildung 
a) Für das Reih 
327. Gewährung von Freiſtellen an ehemalige 
Schüler einer Nationalpolitiſchen Erziehungs- 
anſtalt, die ſich an einer Kunſthochſchule für 
den Beruf eines künſtleriſchen Studienrats 
vorbereiten. 
Entſprechend einer für die preußiſchen Uni- 
verſitäten dur< den abſchriftlich beiliegenden Erlaß 
vom 23. Januar 1939 -- WA 2894/38 WL, 
E IN, E VIIa -- getroffenen Regelung wird 
beſtimmt, daß bis auf weitere3 auch bei den Hoch- 
Ihulen für Muſikerziehung und Kirchenmuſik ſowie 
für Kunſterziehung in Berlin und bei der Kunſt- 
akademie in Düſſeldorf ehemalige Angehörige einer 
Nationalpolitiſchen Erziehungsanſtalt, die vom 
Sommerſemeſter 1939 ab das Studium zur Vor- 
bereitung auf die Prüfung ſür das künſtleriſche 
Lehramt (Muſik und bildende Kunſt) auſnehmen, 
durc< Gewährung von Freiſtellen innerhalb der 
Freiſtellenanteile der genannten Hochſchulen von 
der Zahlung der Gebühren (Unterricht8- und 
Einſchreibgebühren) befreit werden. 
Berlin, den 19. Mai 1939, 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Kuniſd<. 
An 
die Herren Direktoren der Hochſchulen für Muſik- 
erziehung und Kirchenmuſik, für Kunſterziehung 
in Berlin, der Kunſtakademie in Düſſeldorf 
(durh den Herrn Regierungspräſidenten als 
Kurator, daſelbſt), 
den Herrn Direktor dex Hochſchule für Muſik in 
Köln (dur< den Herrn Oberpräſidenten in 
Koblenz als Staats8kommiſſar). Abſchrift zur 
gleichmäßigen weiteren Veranlaſſung. 
die Herren Direktoren der Vereinigten Staats- 
ſchulen für freie und angewandte Kunſt in Berlin, 
der Hochſchule für Muſik in Berlin, der Hoch- 
ſchule für Muſik in Frankfurt a. M. (dur<h den 
Herrn Oberpräſidenten in Kaſſel als Staats- 
 
kommiſſar) und den Herrn Leiter der Staatlichen 
Meiſteratelier8 für die bildenden Künſte in 
Königsberg (dur< den Herrn Oberpräſidenten 
daſelbſt). Abſchrift zur Kenntni3nahme. 
die Hochſchulinſtitute für Muſikerziehung und 
Kirchenmuſik bei den Univerſitäten in Königsberg 
und Breslau (dur< die Herren Univerſitäts- 
kuratoren daſelbſt). Abſchrift zur KenntniSnahme. 
die Unterrichtsverwaltungen der Länder (ohne 
Preußen) mit Kunſthochſchulen (Muſik und 
bildende Künſte) in Bayern, Württemberg, 
Sachſen, Thüringen, Baden und Bremen. Ab- 
ſchrift überſende ic< unter Bezugnahme auf den 
Erlaß vom 23. Januar 1939 -- W A 2894/38 
WL, E II, E VII -- zur Kenntnisnahme. Im 
Einverſtändnis mit dem Herrn Reichsminiſter 
der Finanzen erſuche ich um gleichmäßige weitere 
Veranlaſſung für die Kunſthochſchulen. 
den Herrn Reichsſtatthalter in Öſterreich (Miniſterium 
für innere und kulturelle Angelegenheiten) in 
Wien (durc< den Herrn Reichskommiſſar). Ab- 
ſchrift überſende ich zur KenntniSnahme und 
gleichmäßigen weiteren Veranlaſſung. 
die Reichsſtudentenführung in München. Abſchriſt 
zur Kenntni8nahme. 
Va 239 WA, EId, EIN E VIIa 
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. 1939 S. 360.) 
x 
Anlage. 
Betrifft: Gebührenerlaß für ehemalige An- 
gehörige einer Nationalpolitiſ<en Erziehungs- 
anſtalt, die Lehrer an Höheren Schulen werden 
wollen. 
Denjenigen Jungmännern einer National- 
politiſchen Erziehungsanſtalt, die künftig Erzieher 
an Nationalpolitiſchen Erziehungsanſtalten oder 
Lehrer an Höheren Sc<hulen werden wollen, habe 
ich in Ausſicht geſtellt, daß ſie für die Dauer ihres 
Hochſchulſtudiums von der Zahlung der Hoc<hſchul- 
gebühren befreit ſein ſollen. | 
Dementſprechend genehmige ich bis auf weiteres, 
daß ehemaligen Angehörigen einer National- 
politiſ<en Erziehungsanſtalt, die vom Sommex- 
ſemeſter 1939 ab das Studium für das höhere 
Lehramt aufnehmen, ganzer Gebührenerlaß außer- 
halb des Rahmens der Gebührenerlaßordnung und 
ohne Anrechnung auf die Gebührenerlaßhöchſtſumme 
bewilligt wird. 
I<h erſuche, gegebenenfalls das Weitere ent- 
ſprechend zu veranlaſſen. . 
Das finanzielle Ergebnis dieſer Maßnahme iſt 
mir jeweil3 bei Einreichung der Nachweiſung gemäß 
meinem Runderlaß vom 6. Oktober 1937 =- WA 
2012 KI -- mit anzuzeigen. 
Berlin, den 23. Januar 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
R uſt. 
An die Herren Rektoren der preußiſchen Univerſi- 
täten. =“- Abſchrift zur KenntniSnahme an die 

	        

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