Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

422 Amtlicher Teil 
401. Volkskartei. 
Nac< dem Runderlaß des Herrn Reichs- 
miniſters des Innern vom 3. Juli 1939 --- Pol.O.- 
Vu R. 14g (7 a) 149/39 --- (RMBliV. Nr. 28 
S. 1420 ff.) iſt in der Zeit vom 13. bis 19. Auguſt 
1939 die Ausfüllung der Volkskartei durch die Be- 
völkerung herbeizuführen. Da den Volkskartei- 
behörden vielfach nicht genügend Hilfskräfte zur 
Verfügung ſtehen werden, iſt zu erwarten, daß 
auch an die Lehrerſchaft mit dem Wunſche heran- 
getreten wird, bei der Durchführung dieſer Auſgabe 
behilflich zu ſein. J< zweifle nicht, daß ſich die 
Lehrer hierzu gern bereit finden werden, und 
erfläre mich mit der Inanſpruchnahme der Lehrer 
einverſtanden, ſoweit der Unterrichtsbetrieb dadurch 
nicht geſtört wird. | 
Dieſer Erlaß wird nur im RMinAmtsbl. 
Dtſc<Wiſſ. veröffentlicht. 
Berlin, den 27. Juli 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Holfelder. 
An die Unterrichtsverwaltungen der Länder (aus8- 
ſchließlich Oſtmark und Reichsgau Sudetenland), 
den Herrn Reich8skommiſſar für das Saarland 
in Saarbrücken und die Herren Regierungs- 
präſidenten in Preußen (Regierungspräſident 
Pots8dam nachrichtlich). -- E IIb 364/39 Z IIa, 
(RMinAmtsblDtſc<Wiſſ. 1939 S. 422.) 
402, Störungen des Schulbetriebes durch 
Sammlungen und außerſchuliſche Veranſtal- 
| tungen. 
T< bringe meinen Runderlaß vom 17. Mai 1935 
(RMinAmtsblDtſch Wiſſ. S. 230) über Störungen 
des Schulbetriebes dur< Sammlungen und außer- 
ſchuliſche Veranſtaltungen hiermit nachdrücklich in 
Erinnerung. I< erſuche, in jedem Falle, in 
dem Wünſche auf Durchführung einer Sammlung, 
Vertrieb von Zeitſchriften oder ſonſtigen Gegen- 
ſtänden in den Schulen, Veranſtaltung von Vor- 
trägen uſw. an Sie oder :an die Schulen heran- 
getragen werden, einen ſtrengen Maßſtab an- 
zulegen und ſich keinesfalls durch Beeinſluſſung 
von irgendeiner Seite anders beſtimmen zu laſſen. 
„zu Zweifelsfällen iſt mir v o r Ihrer Entſcheidung 
zu berichten. Die Zuläſſigkeit des Sculſparens 
im Rahmen der hierüber ergangenen Erlaſſe bleibt 
unberührt. 
Dieſer Erlaß ergeht im Einvernehmen mit dem 
Stellvertreter des Führers. 
Berlin, den 2. Juni 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
In Vertretung: Zſchinbſc<. 
An die Herren Oberpräſidenten, die Herren Re- 
gierungspräſidenten, den Herrn Stadtpräſidenten 
der Reichshauptſtadt Berlin, den Herrn Reichs8- 
 
kommiſſar für das Saarland in Saarbrücken, die 
Unterrichtsverwaltungen der Länder, den Herrn 
Reichskommiſſar für die Wiedervereinigung OÖſter- 
reihs mit dem Deutſchen Reiß und den 
Herrn Reichskommiſſar für die ſudetendeutſchen 
Gebiete. -- E IIIb 800 E Ila, EI, WR (b), 
(RMinAmtsblDtſ|c< Wiſj. 1939 S. 422.) 
 
403. Anforderung von Freiſtüc>en der für 
Höhere Schulen genehmigten Lehrbücher. 
Zum Bericht vom 12. Juni d. J38. -- 111 Gen. 
882/39 
Nach Vereinbarung mit der Arbeit8gemeinſchafſt 
der Schulbuchverleger werden Freiſtüke von allen 
für Höhere Schulen genehmigten Lehrbüchern auf 
Anforderung den Unterricht3verwaltungen der 
Länder, den Oberpräſidenten, Abteilung für höheres 
Schulweſen, dem Stadtpräſidenten der Reichs8- 
hauptſtadt Berlin, Abteilung für höheres Scul- 
weſen, und dem Reichsfommiſſar für das Saar- 
land zur Verfügung geſtellt. Eine weitere Aus- 
dehnung der Lieferung von Freiſtücken iſt nicht 
möglich. 
Berlin, den 6. Juli 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Holfelder, 
An den Herrn Stadtpräſidenten der Reich8haupt- 
ſtadt Berlin (Abteilung für höheres Schulweſen) 
in Berlin. -- Abſchrift zur Kenntnis an die 
Unterrichtsöverwaltungen dex Länder (ohne 
Öſterreich und Sudetengau), die Herren Ober- 
präſidenten (Abteilung für höheres Schulweſen) 
und den Herrn Reichskommiſſar für das Saar- 
land in Saarbrücken. -- BE Ula 1418, 
(RMinAmtsblDtſchWiſſ. 1939 S. 422.) 
404, Reifeprüfung 1940 an Höheren Mädchen- 
ſchulen, . 
Oſtern 1940 legen an den Höheren Mädchen- 
ſchulen zwei Jahrgänge, der eine nach neun und 
Der andere nac< acht Schuljahren, die Reifeprüfung 
ab. Mit Rückſicht auf die für die Schulen damit 
verbundene Mehrarbeit ordne im an, daß die 
Vorkehrungen für die Reifeprüſung des neunten 
Jahrganges (Meldung zur Prüfung, Zulaſſung, 
ſchriftliche Arbeiten uſw.) ſo zeitig zu treffen ſind, 
daß die mündliche Reifeprüfung im Monat Januar 
1940 abgelegt wird. I< erſuche, alles Weitere 
zu veranlaſſen. 
Für den achten Jahrgang bleibt es bei den 
beſtehenden Beſtimmungen. 
Berlin, den 7. Juli 1939. 
Der Reichsminiſter 
ſür Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Holfelder. 
An die Herren Oberpräſidenten (Abteilung für 
höheres Schulweſen), den Herrn Stadtpräſidenten
	        

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