Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

Amtlic<er Teil 4323 
der Reich8hauptſtadt Berlin (Abteilung für höheres 
Schulweſen), die Unterrichtsverwaltungen der 
Länder (außer Öſterreich und Sudetengau) und 
den Herrn Reichsfommiſſar für das Saarland 
in Saarbrücken. -- EL 111 3 1436. 
(RMinAmtsblDtſchWiſj. 1939 S,. 422.) 
405. Beſuch von Krankenpflegeſchulen und 
Berufsſchulpflicht. 
Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichs8- 
miniſter des Innern beſtimme ich gemäß 388 10 
Abſ. 2 3 und 15 des Reichsſchulpflichtgeſezes vom 
6. Juli 1938 (RGBl. 1 S. 799), daß der Beſuch 
einer Krankenpflegeſchule als ausreichender Erſaß 
für den Berufsſchulunterricht anerkannt wird. 
Dieſer Erlaß wird nur im RMinAmtsbl. 
Dtſch Wiſſ. veröffentlicht. 
Berlin, den 7. Juli 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
In Vertretung: Zſc<hinbſ<. 
An die Unterricht8verwaltungen der Länder (einſchl. 
Öſterreih und Reichsgau Sudetenland), den 
Herrn Reichskommiſſar für das Saarland in 
Saarbrücken, die Herren preußiſchen Regierungs- 
präſidenten und den Herrn Stadtpräſidenten 
der Reich8hauptſtadt Berlin (Abteilung 1V). = 
E IV c 2395 (b). 
(RMinAmtsblDtſchWijſſ. 1939 S. 423.) 
406. Berufsſchulpflicht der Pflichtjahrmädchen. 
Um beſtehende Unflarheiten zu beſeitigen, weiſe 
i<m darauf hin, daß alle berufsſchulpflichtigen 
Mädchen, die auf Grund der Anordnung des 
Beauftragten für den Vierjahresplan Über den 
verſtärkten Einſaß von weiblichen Arbeitskräſten 
in der Land- und Hauswirtſchaft vom 15. Februar 
1938 ihr land- oder hauswirtſchaftliches Jahr ab- 
leiſten, während dieſer Zeit die ländliche bzw. die 
Hhauswirtſchaftliche Berufsſchule zu beſuchen haben. 
Berlin, den 20. Juli 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Heering. 
An die Unterrichtsverwaltungen der Länder (ohne 
Öſterreich), den Herrn Reichskommiſſar für das 
Saarland in Saarbrüken, den Herrn Stadt- 
präſidenten der Reichshauptſtadt Berlin und 
die Herren preußiſchen Regierungspräſidenten. =- 
Abſchrift zur Kenntnis an den Herrn Reich3- 
kommiſſar für die Wiedervereinigung Öſterreichs 
mit dem Deutſchen Reich und den Herrn Reichs- 
ſtatthalter im Sudetengau. =- E IV e 1568 1 V. 
(RMinAmtsblDtſc<Wiſj. 1939 S. 423.) 
b) Für Preußen 
407. Jährliche Zählung der Volksſchulkinder 
nach dem Stande am 15. November. 
Gaſtſchulkinder,. 
Bei der jährlichen Zählung der Volksſchulkinder 
nach dem Stande am 15, November für die Feſt- 
ſezung des Beitrages des Staates und der Sonder- 
beiträge dex Gemeinden an die Preußiſche Lande8- 
ſhulkaſſe nach den 88 14 und 16 des Volksſchul- 
fſinanzgeſeßes iſt es von Bedeutung, wieviel Kinder 
'nach 8 7 des Volksſchulfinanzgeſeßes gaſtweiſe einer 
anderen Gemeinde zur Beſchulung zugewieſen ſind, 
Nach 8 6 Abſ. 2 6 der Durchführung3verordnung 
vom 24. März 1937 (GS. S. 25) werden die 
Gaſtſchulkfinder bei der Gemeinde gezählt, aus der 
ſie kommen (Heimatgemeinde). Hat die Heimat- 
gemeinde ſelbſt feine Volksſchule, werden die Gaſt- 
Ichulkfinder bei der aufnehmenden Gemeinde ge- 
zählt. Die Vorſchrift der Durchführungsverordnung 
gilt übrigens nur für Kinder, die einer anderen 
Gemeinde für alle Unterrichtszfächer gaſtweiſe 
zugewieſen ſind. 
I<h beſtimme hierzu naß Benehmen mit der 
Oberrechnungskammer folgendes: 
1. Die Regierungspräſidenten (Stadtpräſident 
in Berlin) haben freisweiſe eingerichtete Nach- . 
weiſungen darüber zu führen, zwiſc<en welchen 
Gemeinden ein Gaſtſchulverhältnis nach 8 7 des 
Volksſchulfinanzgeſezes beſteht. Die Nachweiſung 
hat zu enthalten: die abgebende Gemeinde; die 
aufnehmende Gemeinde; Beginn des Gaſtſchul- 
verhältniſſes; Verfügung des Kreisſchulrats; die - 
bei der Gründung des Gaſtſchulverhältniſſes vor- 
handene Zahl der Gaſtſchulkinder; Angabe, ob die 
abgebende Gemeinde etwa ſelbſt keine Volksſchule 
at. 
Die Nachweiſung muß im Laufe der nächſten 
Monate ſpäteſtens bis Ende September 1939 ein- 
gerichtet ſein. 
Die Kreisſ<hulräte haben dem Regierungs- 
präſidenten jeweils alle eintretenden Änderungen 
mitzuteilen. 
2. Zu der jährlihen Aufſtellung der Nach- 
- weiſung über die Zahl der Schulſtellen und Schul- 
kinder an den öüſfentlihen BVolksſchulen am 
15. November (Vordru> Nr. 2523) nac< Nr. 35 
Abſas 3 und 4 der Ausführungsanweiſung zum 
Volksſchulfinanzgeſes haben die Gemeinden, aus 
denen einer anderen Gemeinde Gaſtſchulfinder für 
alle Unterrichtsfächer überwieſen ſind, oder die 
Gaſtſchulkinder von einer anderen Gemeinde, die 
ſelbſt keine Volksſchule beſikßt, aufgenommen haben, 
eine Nachweiſung nac< dem beigefügten Mutter 
„Nr. 2524. Landesſchulkaſſe. Nachweiſung Über 
die Gaſtſchulkinder“ dem Regierungspräſidenten 
vorzulegen. - 
Dur< die neue Einrichtung wird die Rec<hnungs- 
prüfung weſentlich erleichtert und der bisSher er- 
forderlich geweſene Schriftverkehr eingeſchränkt 
werden.
	        

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