Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

498 Amtlicher Teil 
Wiſſenſchaft 
2) Für das Reich 
508, Merkblatt über die „Adolf-Hitler-Stiftung 
der deutſ<en Gemeinden und Gemeindeverbände 
für junge Architekten und Städtebauer'“. 
Das von dem Deutſchen Gemeindetag in Berlin NW 40, 
Alſenſtraße 7, herausgegebene Merkblatt über die „Adolf-Hitler- 
Stiftung der deutſc<en Gemeinden und Gemeindeverbände für 
unge fetten und. Städtebauer“ wird hiermit bekannt- 
gemacht: 
Deutſcher Gemeindetag Berlin NW 40, Alſenſtraße 7 
Adolf = Hiller = Stiſfung der deulſ<en Gemeinden und 
Gemeindeverbände für junge Arc<hikekken und Skädkebauer. 
1. Die im Deutſhen Gemeindetag zuſammengeſchloſſenen 
großdeutſ<en Gemeinden und Gemeindeverbände haben am 
20. April 1939, an dem Tage, an dem der Führer fein fünf- 
zigſtes Lebensjahr vollendete, die Adolf-Hitler-Stiftung für 
junge Architekten und Städtebauer begründet. 
“="Die Stiftung wurde gegründet in der Erinnerung daran, 
daß der Führer des deutſhen Bolkes aus wirtſchaftlichen 
Gründen gezwungen war, auf das Studium des Baumeiſters 
zu verzihten. Die Stiftung will begabten Hoh- und Fach- 
jchulſtudenten helfen, das Studium der Architektur vder des 
Städtebaues zu ergreifen oder zu vollenden. 
2. Die Mittel der Stiftung ſind dur< Beiträge der deutſhen 
Gemeinden und Gemeindeverbände aufgebraht. Alljährlich 
am Geburtstag des Führers erhalten aus der Stiftung zehn 
bis zwanzig Fachſhüler oder Studenten ein Stipendium von 
jährlich 1500 bis 2500 RM für die Dauer von ein, zwei oder 
drei Jahren. 
3. Die Stiftung wird vom Deutſchen Gemeindetag ver- 
waltet. Die Anwörter werden ausgewählt von einem Kura- 
torium, das vom Führer beſtellt iſt. Das Kuratorium ſetzt die 
Höhe des Stipendiums feſt und beſtimmt die Dauer des 
Stipendiums. Das Kuratorium kann ein Stipendium wegen 
Unwürdigkeit des Empfängers aberkennen. 
Die Namen der Stipendiaten werden dem Reichsſtudenten- 
werk mitgeteilt. 
4. Soweit der Führer nicht ſelbſt über die Verleihung des 
Stipendiums Beſtimmung trifft, erfolgt die Auswahl der 
Anwärter auf Antrag der Leiter der zuſtändigen Fachſchulen 
und der Dekane der Fakultät für die Abteilung Architektur 
und Städtebau an den Techniſchen Hochſchulen. Die Anträge 
ſind bis zum 15. Dezember an den Deutſchen Gemeindetag 
zu rihten und müſſen Perjönlichkeit, Bildungsgang . und 
Fähigkeiten des Bewerbers eingehend beſchreiben. 
5. Der Antrag muß enthalten 
1. den Lebenslauf des Bewerbers, 
2. eine Beſchreibung ſeiner Perſönlichkeit und ſeiner Haltung 
in- und außerhalb der Hochſchule, = 
9. eine Darſtellung ſeiner Begabung und ſeiner wiſſenſchaft- 
liHen und techniſchen Leiſtungen. . 
Für die Stiftung kommen nur ſolhe Bewerber in Betracht, 
deren Perſönlichkeit und Begabung die beſtimmte Hoffnung 
erwed&en, daß künftig überdur<ſc<hnittlide Leiſtungen erwartet 
werden dürfen. 
Die Stiftung iſt an ſih nicht dazu beſtimmt, den Fachſchul- 
ſtudenten eine zuſäßlihe Hochſchulausbildung zu ermöglichen. 
Nur in beſonders begründeten Fällen wird einem ſolchen An- 
trage entſprochen werden. 
Das Stipendium wird durc< den Borſißenden des Deutſchen 
Gemeindetages in Anweſenheit der Mitglieder des Kura- 
toriums am 20, April jedes Jahres im Deutſchen Gemeinde- 
tag verliehen. . 
Berlin, den 29. Auguſt 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung, 
Im Auftrage: Nipper. 
- Bekanntmachung. -- W J 3570/39. . 
(Deutſch. Wiſſ. Erziehg. Volk3bildg. 1939 S. 498.) 
5099. Eleltriſche Maßeinheiten. 
Auf Grund des 8 9 des Geſetßes, betreffend die elektriſchen 
Maßeinheiten, vom 1. Juni 1898 (RGBl. S. 905) iſt der von 
der Bereinigten Saar-Elektrizitäts-AG. in Saarbrü>en nach 
den Vorſchriften der Phyſikaliſ<-Tehniſhen Reichsanſtalt 
errichteten Prüfſtelle in Saarlautern die Genehmigung erteilt 
worden, als „Elektriſches Prüfamt 65“ amiliHhe Prüfungen 
und Beglaubigungen von Elektrizitätszählern und elektriſchen 
Meßgeräten auszuführen, und zwar 
mit Gleichſtrom. «+ «4 + +++. bis 100 A 600 V, 
mit Wechſel- und Drehſtrom . . . bis 100 A 600 V. 
Berlin, den 31, Auguſt 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Bolksbildung, 
Im Auftrage: Menbßbel.. 
Bekanntmachung. -- W O0 1997/39. 
(Deutſch. Wiſſ. Erziehg. Volk8bildg. 1939 S. 498.) 
510; Brüfungsordnung für Diplom-Volkswirie, - 
-Kaufleuie und -Handelslehrer. 
Die im Runderlaß vom 10. März 1939 --- W J 1100 -- 
Ziffer 3 (Deutſch. Wiſſ. Erziebg. Bolksbildg, S. 247) erwähnte, 
durch Runderlaß vom 18. Februar 1938 -- W J 501 EIV -- 
vorgeſehene Übergangszeit, während deren es den Kandidaten 
freiſtehen ſoll, ſich nas der bisherigen vder nac) der neuen 
Prüfungsordnung prüfen zu laſſen, wird hiermit bis zum 
1. April 1940 verlängert. Nach dem 1. April 1940 können 
Prüfungen nach ver bisherigen Prüfungsordnung nur ab- 
genommen werden, ſofern die Meldungen bis Ende Februar 
1940 eingegangen ſind. 
Der in Ziffer 5 des Runderlaſſes vom 10. März 1939 -- W J 
100 -- genannte Termin, bis zu dem mir über die mit der 
neuen Brüfungsordnung gemachten Erfahrungen zu berichten 
iſt, wird auf den 1, April 1941 feſtgeſezt. 
Die Borſikhenden der Prüfungsämter erſuche iH zu benach- 
vichtigen. 
Berlin, den 21. September 19539. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Mentzel. 
An die Herren Vorſteher der nachgeordneten Dienſiſtellen der 
Preußiſchen Wiſſenjc<aftsverwaltung und die Unterrichts- 
verwaltungen der Länder mit Hochſchulen einſc<l. Oſterreich 
(ohne Braunſchweig und Tetſchen-Liebwerd). =- W J 4040. 
(Deutſch. Wiſſ. Erziehg. Volk8bildg. 1939 S. 498.) 
b) Für Preußen 
Erziehung 
a). Für das Reich 
511, Tonfilm „Der Jeldzug in Polen“. 
Nach 8 5 Abſ. 1 Satz 1 der Gemeinjamen Richtlinien vom 
26. Juni 1934 (Anlage E meines Runderlaſſes vom gleichen 
Sage -- RK 53020 UTII --, Bentrbl. f. d. geſ. Unterr.-Berw. 
S. 195) habe im den Tonfilm „Der Feldzug in Polen“ für 
die ſtaatspolitiſ<en Filmveranſtaltungen in den Schulen mit 
Ausnahme der vier unteren Volksſchuljahrgänge zugelaſſen. 
Die Sculleiter haben dafür Sorge zu tragen, daß die Schüler 
hiervon ſofort Kenntnis erhalten, damit jie ſich den Film nicht 
bereits vor der Schulvorführung im Lichtſpieltheater anſehen.
	        

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