Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

44 . Amtlicher Teil 
 
Es iſt verliehen worden: 
die Dienſtbezeichnung nichtbeamteter 
außerordentlicher Profeſſor: 
dem Dozenten an der Mediziniſchen Akademie 
in Düſſeldorf Dr. med. dent. babil. Herbert 
Hofrath für die Dauer ſeiner Tätigkeit als 
nichtbeamteter Lehrer an einer deutſchen Hoch- 
ſchule, n 
dem Dozenten in der Philoſophiſchen Fakultät 
der Univerſität Marburg Kuſtos und Profeſſor 
Dr. Hans Möbius für die Dauer ſeiner 
Tätigkeit als nichtbeamteter Lehrer an einer 
deutſchen Hochſchule, 
dem Dozenten in der Philoſophiſchen Fakultät 
der Univerſität Leipzig Dr. Hermann Wendorf 
für die Dauer ſeiner Tätigkeit als nichtbeamteter 
Lehrer an einer deutſchen Hochſchule; 
die Dienſtbezeichnung Honorarprofeſſor: 
dem Handels8gerichtsrat Dr. jur., Dr. phil. 
Walter Rohrbe&> für die Dauer ſeiner Tätigkeit 
als nichtbeamteter Lehrer an einer deutſchen Hoch- 
Ichule. 
Es iſt verſebt worden: 
der Studiendirektor Profeſſor Dr. Theodor 
Pauls von Senſtenberg NL. als Profeſſor zum 
1, Januar 1939 an die Hochſchule für Lehrer-. 
bildung in Hirſchberg i. Rſgb. 
Vondenamtlichen Verpflichtungen 
ſind entbunden worden: 
der ordentliche Profeſſor in der Fakultät für 
Maſchinenweſen der Techniſchen Hochſchule in 
Hannover Dr.-Ing. Erih Be>mann wegen 
Erreichens der Alter8grenze, 
der ordentliche Profeſſor in der Mathematiſch- 
Naturwiſſenſ<haftlihen Fakultät der Univerſität 
Bonn Dr. Georg Frerich8 wegen Erreichens 
der Alter8grenze, 
der ordentliche Profeſſor in der Veterinär- 
mediziniſchen Fakultät der Univerſität Leipzig 
Dr. med. vet. Richard Reinhardt wegen Er- 
reichens der Aiterö8grenze, 
der ordentlihe Profeſſor in der Fakultät für 
Allgemeine Wiſſenſ<haften der Techniſchen Hoch- 
ſchule in Berlin Dr. Rudolf Roth e wegen Er- 
reichens der Alter8grenze, 
der ordentliche Profeſſor an der Wirtſchafts8- 
hoc<hſ<ule Berlin Dr. phil. Heinrih Spies3 
wegen Erreichens der Alterö8grenze mit Ablauf 
des Winterſemeſters 1938/39, 
der ordentliche Profeſſor in der Philoſophiſchen 
Fakultät der Univerſität Göttingen Geheimer 
Regierungsrat Dr. Hermann Thierſ< wegen 
Erreichens der Alters8grenze. 
 
Amtliche 
Allgemeine Verwaltungsſ achen 
a) Für das Reich 
34, Anwendung der Übungsverordnung in 
Sonderfällen. 
(1) Auf Dienſtpflichtige, die aus Anlaß oder 
im Zuſammenhang mit der Heimkehr der ſudeten- 
deutſchen Gebiete zum Wehrdienſt eingezogen 
worden ſind, finden die Vorſchriften der Ver- 
ordnung Über Einberufung zu Übungen der Wehr- 
macht vom 25. November 1935 (RGBl. I S. 1358) 
in der Faſſung der Erſten Änderungs8verordnung 
vom 28. März 1936 (RGBl. I S. 326) Anwendung. 
Für Einberuſungen aus Anlaß der Wieder- 
vereinigung des Landes Öſterreih mit dem 
Deutſchen Reich habe ich bereit8s durch Erlaß 
vom 4. Mai 1938 -- I Rb 345/38-252 --- (nicht 
veröffentlicht) Entſprechendes beſtimmt. 
(2) Da es ſich bei beiden Einſaßbgelegenheiten 
um Sondermaßnahmen gehandelt hat, und da 
außergewöhnliche Anforderungen an die Truppe 
geſtellt worden ſind, beſtimme ich im Einvernehmen 
mit dem Oberfommando der Wehrmacht in Ab- 
Erlaſſe 
weichung von den Grundſäßen der Übungs8- 
verordnung folgendes: - 
(3) Bei Beamten, Angeſtellten und Arbeitern 
des öffentlichen Dienſtes findet eine Anrechnung 
des Übungsurlaubs auf den Erholungsurlaub nicht 
ſtatt. Angeſtellte und Arbeiter des öffentlichen 
Dienſtes erhalten ihre Dienſtbezüge auc<h dann 
weiter, wenn ſie keinen eigenen Hausſtand haben 
und die Übung nicht länger als vier Wochen ge- 
Dauert hat. Eine etwa erhaltene Familien- 
unterſtüzung (Mietbeihilfe) iſt anzurechnen. 
(4) Den Betrieben der freien Wirtſchaft emp- 
fehle ich in Übereinſtimmung mit dem Reichs- 
arbeitsminiſter, in Würdigung der beſonderen Um- 
ſtände von einer Anrechnung des Übungs8urlaub38 
auf den Erholung3urlaub bei Angeſtellten und 
Arbeitern, die in dieſer Zeit einberufen waren, 
auch dann abzuſehen, wenn Lohn oder Gehalt 
ganz oder teilweiſe weitergezahlt worden ſind. 
Berlin, den 16, Dezember 1938. 
Der Reichsminiſter des Innern. 
(Unterſchrift.) 
An die Landesregierungen, den Herrn Reichs- 
ſtatthalter in Oſterreich (Landesregierung), den
	        

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