Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

Amtlicher Teil 53 
 
ſoweit ſie nördlich der Linie Touskow-Eger- 
Hof-Frankfurt a. M. -Wie38baden-Trier wohnen, 
und die an die Annahmeſtelle München, Luft- 
gaufommando VIT, Brinzregentenſtraße 28, 
ſoweit ſie ſüdlich ov. a. Linie wohnen (Orte 
der Trennungöslinie zum ſüdlichen Bezirk), 
pd) von Anwärtern für die Flakartillerie 
an den Kommandeur derjenigen Flakabteilung, 
bei welcher der Bewerber eingeſtellt zu werden 
wünſcht. Die Standorte der Flakabteilungen 
können bei dert zuſtändigen Wehrbezirks8- 
kommando erfragt werden, 
6) von Anwärtern für die Luftnachrichten- 
kel pp e an die unter 3 genannten Annahme- 
ellen. 
Gleichzeitige Bewerbung bei verſchiedenen Wehr- 
-machtsteilen, mehreren Waffengattungen oder 
"Truppenteilen iſt unzuläſſig. 
Geſuche an das Reichsluftfahrtminiſterium um 
Zuteilung an beſtimmte Truppenteile finden keine 
Berücſichtigung, ebenſo werden Angaben über 
freie Stellen niht gemacht, da die Erſaßlage 
Dauernden Schwankungen unterworfen iſt. 
Dem Bewerbungsgeſuch ſind beizufügen: 
3) große Geburtöurfkunde des Bewerbers (ſtandes8- 
amtliche Ausfertigung, Taufſchein genügt nicht ; 
für Öſterreih und Sudetenland Geburts- 
urfunde), 
bd) vier Lichtbilder, ohne Kopfbedeckung in Paßbild- 
größe (3,7 x 5,2 cm), bürgerliche Kleidung, 
nicht Uniform (keine Profilbilder), 
0) lezbtes Schulzeugnis, gegebenenfalls Reife- 
zeugnis. | 
Bewerber, die nicht nach Prima (8. Klaſſe) 
verſeßt oder zur Reifeprüfung nicht zugelaſſen 
ſind oder die Reifeprüfung nicht beſtanden 
haben, haben dies umgehend der für ihre 
Annahme zuſtändigen Stelle mitzuteilen, 
4) ſchriftliche, vorbehaltloſe Bereiterklärung zum 
Dienſt in der Wehrmacht, zu der bei Minder- 
jährigen der geſeßliche Vertreter (Vater, Mutter 
oder Vormund) ſein Einverſtändnis erteilen 
muß, gemäß Muſter 1, 
2) handgeſchriebener Lebenslauf gemäß Muſter 2, 
Ff) Erflärung gemäß Muſter 3. Hier ſind alle 
auch in ſrüheren Jahren erfolgten Bewerbungen 
um Einſtellung als Offizier-, Sanität8- oder 
Veterinärofſizieranwärter anzugeben. Ebenſo 
alle Bewerbungen für ſonſtige Laufbahnen 
innerhalb der Wehrmacht. Die Gründe, die 
zur Ablehnung des Geſuches führten, ſind zu 
melden, - 
2) ausgefüllter Fragebogen gemäß Muſter 4 und 
Urfunden zum Nachweis der ariſchen Ab- 
ſtammung. Aus den Urkunden oder be- 
glaubigten Abſchriften müſſen die Konfeſſionen 
hervorgehen, 
D) von Bewerbern, die no< nicht gemuſtert 
ſind, Freiwilligenſc<hein zum Eintritt 
in den aktiven Wehrdienſt. Zweds Ausſtellung 
des Freiwilligenſcheines meldet ſich der Be- 
werber perſönli< bei der zuſtändigen 
 
polizeilichen Meldebehörde zur Anlegung des 
Wehrſtammblattes. Hierbei iſt die Ausſtellung 
des Freiwilligenſ<eine38 zu beantragen. Per- 
ſonalpapiere und von Minderjährigen die 
ſchriftliche, amtlich beglaubigte Erlaubnis des 
geſeßlichen Vertreter3?) ſind zur Anmeldung 
mitzubringen. 
Bewerber, die bereits gemuſtert 
ſind, erbringen ſtatt des Freiwilligenſcheines 
einen polizeilich beglaubigten Aus8zug Über 
Seite 1-38 de383 Wehrpajſes8, be- 
treſſend Tauglichfeit8grad und Wehrdienſt- 
verhältnis. Die Formblätter ſind bei den 
polizeilichen Meldeämtern und den Melde- 
ämtern für den Reich3arbeitsdienſt erhältlich. 
Die vorſtehend auſgeführten Unterlagen müſſen 
dem Geſuch in der angegebenen Reihenſolge bei- 
gefügt werden. Sollten die Urkunden zum Nachweis 
der ariſchen Abſtammung nicht ſofort ſämtlich vor- 
gelegt werden können, ſo ſind die fehlenden Unter- 
lagen baldigſt nachzureichen. 
Na<G erfolgter Bewerbung er- 
halten, ſofern die Durchführung des Einſtellungs- 
 
„verfahrens beabſichtigt iſt: 
1. die Bewerber für die Flieger- 
truppe eine Aufforderung zur ärztlichen 
Unterſuchung auf wWehrmachtstauglichfeit, 
ſoweit noch erforderlich. | | 
Al3dann geht den für tauglich beſundenen 
Bewerbern ſpäter die Beorderung zur Ab- 
legung der Eignungsprüfung zu. Dieſe findet 
für Fliegeroffizieranwärter vorausſichtlich in 
Berlin, Hannover oder München ſtatt. - 
Bei der Eignungsprüfung findet auch eine 
Körperleiſtung3prüfung ſtatt, bei der u. a. 
einfachſte, volkstümlihe Turnübungen am 
Pſerd und Re> verlangt werden (Sprung, 
Klimmziehen, Abgang vom hohen Re>). Gleich- 
zeitig werden die Bewerber auf Flieger- 
tauglichfeit unterſucht, 
1. die Bewerber für die Flat- 
artillerie eine Aufforderung zur ärztlichen 
Unterſuchung und perſönlichen Vorſtellung, 
die gleichzeitig vorgenommen werden bei den- 
jenigen Truppenteilen, wohin ſie die Be- 
werbung gerichtet hatten. Die Eignungs- 
prüfung wird in Berlin, Hannover oder 
München abgelegt, 
IT. die Bewerber für die Luft- 
nac<hrichtentrupp e ebenfalls eine Auf- 
ſorderung zur ärztlihen Unterſuchung auf 
Wehrmachttauglichkeit, ſoweit noch erforderlich. 
Alsdann werden ſie zur Ableiſtung der 
Eignungsprüfung und zur fliegerärztlichen 
Unterjuchung ebenfalls nach Berlin, Hannover 
vder Müncen einberufen. 
-?) Hierdurch gebe ich als geſeblicher Vertreter meines 
minderjährigen Sohnes (Mündels) ; 
geboren am ,„ dieſem die Erlaubnis zum 
freiwilligen Eintritt in die Wehrmacht. 
Nebenſtehende Unterſchrift des 
wird hiermit beglaubigt. | 
 
 
 
(Unterſchrift des geſezl. Vertreter3) 
(Stempel.)
	        

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