Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

124 * Ni<htamtlicher Teil 
die Blutſchubgeſeße des Dritten Reiches aus dem 
gleichen Geiſte heraus entſtanden ſind wie die 
Gebote bzw. Verbote, welche die Urarier ſchufen, 
um eine Vermiſchung mit anderen Raſſen zu ver- 
hindern. Da ſchriftlihe Denkmäler der Urarier 
nicht beſtehen, werden die älteſten ariſchen Völker, 
die Jnder, Jranier, Hellenen, Jtaliker, Germanen, 
zum Vergleich herangezogen und auf ihre ariſchem 
Weſen entſprechenden Rechtsverhältniſſe unterſucht. 
Es iſt hier nicht der Plaß, im einzelnen zu den 
Ergebniſſen kritiſch Stellung zu nehmen. Jedoch 
iſt die Arbeit im ganzen zu begrüßen und ſtellt 
einen wertvollen Verſuch zu einer raſſiſchen Rechts8- 
geſchichte dar. 
Berlin. Frer>s. 
Das Werk des Reichsarbeitsdienſtes in den 
Haushalisjahren 1935 und 1936. 
Herausgegeben von der Reichsleitung des Reich8- 
arbeitsdienſtes, Amt für Arbeitsleiſtung. 
Verlag Kurt Vowinckel, Heidelberg-Berlin. 
Das Buch, zu dem der Reichöarbeitsführer Reichs8- 
leiter Konſtantin Hierl ein Vorwort geſchrieben 
hat, das mit zahlreichen Bildern, Karten und 
Überſichten ausgeſtattet iſt, gibt einen außer- 
ordentlich eindruck8vollen Überbli> über die wirt- 
ſchaftlichen Leiſtungen des Reichsarbeitsdienſtes 
während zweier Jahre. Wenn auch die allgemein 
erzieheriſche und volkspolitiſche Seite des Arbeits8- 
dienſtes nur in der Einleitung ausdrü>klich erwähnt 
wird, jo leuchtet dieſe doch Überall hindurch. 
Der erſte Hauptteil berichtet in einer „Überſchau 
über das Geſamtwerk“ über den Zuſtand und die 
notwendigen Landeskulturarbeiten der einzelnen 
deutſchen Landſchaften. (Die an ſich eindruck3volle 
Karte Seite 56/57 könnte vielleicht deutlicher 
erflärt werden.) 
Der zweite Hauptteil gibt eine ausführliche 
Darſtellung der aufbauenden Arbeit an dem Bei- 
ſpiel der Arbeitsgaue Niederſachſen-Mitte, Mittel- 
Ihleſien, Weſtfalen-Süd und Baden. 
So gibt das Buch einen tiefen Einbli> in die 
hohe volfswirtſchaftliche Bedeutung unſeres Reich8- 
arbeitsdienſtes, und man kann nur wünſchen, daß 
auch über die folgenden Jahre derartig eindru>s- 
volle Darſtellungen folgen möchten. 
Berlin. Dr. Benze. 
* 
"Das Kolonialverbrecßen von Verfailles. 
Von Dr. Lothar Kühne. 
Steiriſche Verlagsanſtalt, Graz. 
Preis 2,20 RM. 
Der Verfaſſer beleuchtet das ganze Kolonial- 
problem zunächſt vom Standpunkt des Voölker- 
rec<ht8s und fommt zu dem Schluß, daß die bis8- 
herigen Rechtsanſchauungen keine geſunde Grund- 
lage für eine gründliche und friedliche Löſung 
bieten. Er weiſt einen neuen Weg, heraus aus 
dem „EtatiSmus“ (Staat8wahn) zur Überwindung 
weltſtaatlicher Hirngeſpinſte und zugunſten der 
Eigenſeinsrehte der Völker. Die verlogene 
Gleichheitsthefe muß aufgegeben werden zugunſten 
-der Werte, die dem einzelnen Volke entſprechen. 
Rechtsfubjekt der Recht83ordnung der Völker muß 
der vom Raſſiſchen her geprägte Volksbegriff 
werden. „Wir lehnen es ab, den ſchwarzen Menſchen 
europäijieren zu wollen, ſondern wir wollen auch 
ihm ſeine Eigenart inmitten der Herrſchaft der 
weißen Menſchen ſihern. Wir verneinen aber 
die Bredigt der Miſchung gegenſäßlicher Raſſen.“ 
(Roſenberg.) 
Verfaſſer ſchildert eingehend die Entwicklungs8- 
geſchichte des Mandatsſyſtem8. Er weiſt eindeutig 
nach, daß „die Wiederherſtellung des Vertrauens 
zur weißen Raſſe und damit die Wiederbegründung 
der Gefühle der Rechtsſicherheit“ nicht möglich 
jei ohne die Beſibrückübertragung der deutſchen 
M tang d. hy. durch Aufhebung de8 Mandats- 
yjtems. . 
Das Buch iſt eine Waſſe und eine Anklage 
zugleich. Es dürfte eins der beſten ſein, das dem 
Kolonialgedankfen dienen kann. 
Berlin. Helmuih S<heel. 
 
* 
Alte Volkskunſt am Niederrhein. 
Von Alfred Schubert. 
Düſſeldorf 1938, Verlag Auguſt Bagel. 
158 Seiten. 
Der Verfaſſer ſchöpft au8 dem reichen Beſtand 
der BVolksfunde- und Heimatmuſeen am Nieder- 
rhein. Er gibt eine mit Umſicht ausgewählte 
Schau von der Handwerksfkultur dex Bewohner 
dieſer Landſchaft. Dabei handelt es ſich nicht um 
die Anführung ſc<öner Einzelſtü>ke, denen ſchon 
als ſolchen ein muſealer Wert zukommt, ſondern 
zumeiſt um Gebrauchs8gegenſtände des täglichen 
Leben38. Inſofern hebt ſich dieſes Buch über andere 
hinaus, die es ſich ebenfalls zur Aufgabe ſeßen, 
in die Volks8kunſt einer Landſchaft einzuführen, 
und zu diejem Zwe hauptſächlich erleſene Gegen- 
ſtände zeigen, die lediglich handwerkliche Einzel- 
leiſtungen ſind, 
Die Überſichtlichkeit dieſer Stoffſammlung wird 
dadurch erhöht, daß die Gegenſtände nach dem 
Werkſtoff, aus dem ſie hergeſtellt ſind, geordnet 
wurden. Dazu wird gleichzeitig die Handel8- und 
Wirtſchaſt8geſchichte dieſer Handwerkserzeugniſſe aus 
Zinn, Meſſing, Eiſen, Holz uſw. angegeben, was 
von beſonderem Wert für ähnliche Forſchungen in 
anderen deutſchen Landſchaften iſt. Das Ziel des 
Verfaſſers, einen Beitrag zur deutſchen „Volks3- 
un geſcicte zu lieſern, iſt in erfreulicher Weiſe 
erreicht. . 
Berlin. Dr. Erich Röhr. 
* 
Die Kunſt im Dritten Reich. 
Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf. 
Unter dem ſtändigen künſtleriſchen Beirat von 
Profeſſor Klein, Profeſſor Gall, Profeſſor Speer 
und Dr. Todt erſcheint die große, vornehme Monats8-
	        

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