Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

154* | Nichtamtlic<her Teil 
2. Deutſchland und Italien im Kampf um den Rohſtoff. 
3. Abwehr des Bolſchewi8mus und Neuordnung in Mittel- 
und Südeuropa. | 
2. Der deutſ<-japaniſc<he ſtudentiſche Leiſtungskampf 1939/40. 
Rahmenthemen: | 
1. Volks- und Staatsbegriff in Deutſchland und Japan. 
2. Deutſchland und Japan im Kampf um den Rohſtoff. 
3. Abwehr des Bolſchewi8mus und die Neuordnung in 
Europa und in Oſtaſien. 
3. Der deutſc<h-bulgariſche ſtudentiſche Leiſtungskampf 1939/40. 
Rahmenthemen: 
1. Die deutſch-bulgariſchen wirtſchaftlichen Beziehungen. 
2. Die deutſch-bulgariſchen kulturellen Beziehungen. | 
3. Die Geſchichte der politiſhen Beziehungen zwiſchen 
Deutſchland und Bulgarien. 
4. Der deutſc<h-finniſche ſindentiſche Leiſtungskampf 1939/40, 
Rahmenthemen: 
Volks8gedanke und Staatsbegriff in Deutſchland und 
Finnland. 
 
Bücher und Zeitſ<riften 
Goethe. 
Sein Leben in Selbſtzeugniſſen, 
Briefen und Berichten. 
Von Wolfgang Goeb. 
Ehiller. 
Sein Leben in Selbſtzeugniſſen, 
Briefen und Berichten. 
Von Eberhard Kretſ<hmar. 
Hölderlin. 
Sein Leben in Selbſtzeugniſſen, 
Briefen und Berichten. 
Von E. Kurt Fiſch<her. 
Propyläenverlag, Berlin. 
Geb. je 4,80 RM. 
Mit dieſen drei Büchern unternimmt der 
Propyläenverlag einen neuen Verſuch. Er will 
Verſtändnis für unſere großen Dichter wecken, er 
will dur; eine Aus8wahl von eignen Leben3- 
ſchilderungen, von Briefen und von Berichten von 
Zeitgenoſſen ein unmittelbares Bild vom Leben 
und Streben der Klaſſiker geben. Er will uns 
das Ringen um Inhalt und Form, die verzweiſelten 
und die erlöſenden Stunden des ſchöpferiſchen 
Menſchen nahebringen. | 
Das Beginnen iſt aufs wärmſte zu begrüßen. 
Unſere Klaſſiker haben uns auch heute unendlich 
viel zu ſagen. Daher muß jeder erfolgverſprechende 
Verſuch, uns das Leben und das Werk unſerer 
Klaſſiker lebendig zu machen, gefördert werden. 
Der Verſuch ſcheint mir vollauf geglückt zu ſein 
bei dem Werk über Goethe. Wolſgang Goeß 
hat in ſouveräner Weiſe die rieſige Stoſſülle ge- 
meiſtert und in der Beſchränkung ein eindringliches 
Bild vom Leben und der Entwiklung des Olympiers 
geſtaltet. Wir erleben den Werdegang Goethes 
unmittelbar, immer wieder wird die Verbindung 
zwiſchen dem Ablauf des Lebensſchijals und den 
großen Schöpfungen des Dichters lebendig ſichtbar. 
Während und nach der Lektüre wird der Leſer 
immer wieder zu den „Geſammelten Werken“ 
greifen. Und damit hat das Buch ſeinen Zwe 
 
erfüllt: es regt an zu näherer Beſchäftigung und 
Auzseinanderſeßung mit dem Dichter, es offenbart 
dem Leſer die Schäße, die in den „verſtaubten 
Klaſſikern“ verborgen ſind. Er ſpürt plöklich, daß 
unſere großen Dichter der Klaſſikerzeit keine8wegs 
zum alten Eiſen gehören. Sie ſind ihm vertraut 
geworden, er will mehr von ihnen wiſſen. 
Das gleiche Ziel erreicht Eberhard Kretſ<- 
marx mit ſeinem „Schiller“. Auch hier eine kluge 
Aus8wahl aus dem reichen Schrifttum, ein un- 
merkliches Hinführen und Hineinführen, auch hier 
ein fein abgewogener, einfühlender Zwiſchentext. 
Nicht ſo geglü>t ſcheint mir der „Hölderlin“ 
von E. Kurt Fiſch er. Vielleicht iſt es beſonders 
ſchwer, die Bedeutung Hölderlins uns Heutigen 
nahezubringen. Der Alltag laſtet ſo quälend auf 
dieſem Buch, daß der große Dichter allzu ſtark in 
den Hintergrund tritt. Vom Philoſophen Hölderlin, 
deſſen Schriften unſere Kriegsfreiwilligen 1914 ins 
Feld mitnahmen, erſährt der Leſer wenig. Wer 
ſich dur dieſe3 Werk eine erſte nähere Bekanntſchaft 
mit Hölderlin erhofft, wird vielleicht etwas ent- 
täuſcht ſein. Der Zuſammenhang von Leben und 
Werk tritt nicht ſo greiſbar nahe hervor wie im 
„Siller“ und im „Goethe“. Das Intereſſe für 
das Schaffen Hölderlins, die Neugier auf die 
großen dichteriſchen und philoſophiſchen Schöpfungen 
wird nicht nachhaltig genug gewedct. 
Alle drei Bücher ſind durch eine Fülle von 
Bildern, zeitgenöſſiſchen Stichen, Scherenſchnitten, 
Karikaturen und Fakſſimilia aufgelo>ert, Ahnen- 
tafeln zeigen die Dichter im Verbande der Sippe. 
Berlin. Gen. 
 
Deutſ<he Dramatik der Gegenwart, 
Von Dr. Hermann Wanderſ<e>. 
Berlin 1938, Verlag Bong & Co. 
In Ganzleinen 5,80 RM. 
Das 300 Seiten ſtarke Werf von Dr. Hermann 
Wanderſche> kommt zweifellos einem ſtarken Be- 
dürfnis entgegen. Der Verfaſſer hält, was er 

	        

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