Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

176* Nic<htamtlic<her Teil 
Auc< dieſer Band zeichnet ſich wieder wie 
bereits die früheren Bände durch Zuverläſſigkeit 
und erſtklaſſige Ausſtattung aus. 
Berlin. Dr. Rudolf Kummer. 
* 
- Kalender 
„Die Führung des Großdeutſchen Reiches". 
Der Gauverlag Bayeriſche Oſtmark, Abteilung 
Buch- und Zeitſchriftenverlag, in Bayreuth bringt 
wie im Jahre 1939 auch im Jahre 1940 einen 
geſ<madvoll ausgeſtatteten Kalender „Die Führung 
des Großdeutſchen Reiches“ heraus. Das Kalender- 
verk enthält die Bilder aller führenden Perſönlich- 
keiten Deutſchlands ſowie einen kurzen Abriß ihres 
Lebens. Es kann als Wandſchmud beſonders für 
Schulen und öffentlihe Dienſtſtellen empfohlen 
werden. 
* 
Gegen die Freimaurerei. 
(Schulungs8brief Juli 1939.) 
Im Kampf gegen die NSDAP. und gegen das 
nationalſozialiſtiſche Deutſchland nimmt die Welt- 
ſreimaurerei eine beſonders eigenartige Stellung 
ein. Die Julifolge des Reichs838- 
I<ulungsbriefes iſt daher der Aufklärung 
des deutſ<en Volkes über das Weſen der Frei- 
maurerei gewidmet. Die in dieſem Heft veröffent- 
lichten Arbeiten, die zum größten Teil von dem 
Sicherheits8hauptamt des Reichsführers 44 ſtammen, 
vermitteln einen eindringlihen und durch zahl- 
reihe Beiſpiele belegten Überblif über Kult, 
Geſchichte und Politik der Freimaurerei. 
Der einleitende Aufſaß „Brauchtum und 
Erziehungsmethoden“ legt dar, wie das frei- 
maurerijche Brauchtum, das im weſentlichen auf 
altteſtamentariſc<e Vorſtellungen und jüdiſche 
Geheimlehren zurückgeht, in ſeiner liberaliſtiſchen 
Zielſezung, ſeinem Humaonitätsideal ein aus allen 
raſſiſchen und völkiſchen Bindungen los8gelöſtes 
allgemeines Menſchentum vorausſeßt. 
Ein geſchichtlicher Überbli> behandelt die Entwick- 
lung der Freimaurerei in den europäiſchen Ländern. 
In England iſt die erſte nachweisbare Freimaurer- 
organiſation 1717 gegründet worden und hat 
ſchon vier Jahre ſpäter einen adeligen Großmeiſter. 
Bald drang die Freimaurerei in die wichtigſten 
Stellen des Britiſchen Weltreichs38 ein 
und beſtimmte ſomit immer mehr führend ſeine 
Politit. In Frankreich wurde die Frei- 
maurerei zur politiſchen Willensträgerin der Fran- 
zöſiſchen Republik, zur Vorkämpferin für den 
Gedanken der freimaureriſchen Weltrepublik, des 
demokratiſchen Prinzips und der Menſchenrechte 
im Sinne der Revolution von 1789. Der Einfluß 
der Freimaurerei in Deutſchland wirkte ſich be- 
ſonders in den „bürgerlichen“ Kreiſen aus, ſo 
daß die Freimaurerei hier zu einer Organiſation 
des liberalen Bürgertums wurde. 
Der Auſſaß „Freimaurerei und Juden- 
emanzipation“ weiſt darauf hin, daß ſür die Zer- 
ſehung des deutſchen Bürgertums der Vorkriegszeit 
die Freimaurerei dieſelbe Bedeutung beſißbt wie 
der Marxismus für die Zerſezung des deutſchen 
Arbeitertum38, und daß das nach dem Verbot des 
Logenweſens in Deutſchland ſichergeſtellte Material 
den klaren Nachweis dafür geführt hat, daß den 
Juden der Weg in das deutſche Volk über die 
Logen geebnet wurde und damit die Freimaurerei 
die Rolle einer Scrittmacherin der Juden- 
emanzipation übernommen hat. Nach anfangs 
durchaus nicht judenfreundlicher Haltung der Frei- 
maurerei in Deutſchland erfolgte unter dem Druck 
der engliſc<en und franzöſiſchen Freimaurerei die 
endgültige Feſtlegung Über die Grundſäße der 
Humanität und Toleranz. 
Aus dieſer Grundhaltung der Freimaurerei 
ergibt fich die klare Einſtellung des National- 
ſozialiömus zur Freimaurerfrage, die in einem 
beſonderen Beitrag ausführlich belegt und be- 
gründet wird. 
Von ganz beſonderer Bedeutung ſind die beiden 
Auffäße „Freimaureriſche Weltpolitik“ und „Wirken 
der Freimaurer im politiſchen und wirtſchaftlichen 
Leben“, die das weltpolitiſche Streben und ſeine 
Durchſezungö3methoden überzeugend dartun. 
Kleinere Beiträge behandeln die deutſche Ver- 
gangenheit Danzigs und geopolitiſche Fragen des 
deutſchen Südoſtens. 
Der Sculungsbrief iſt zu beziehen von jeder- 
mann durc< alle Ort8sgruppen der NSDAP. und 
deren Blodleiter zum Preiſe von 15 Rpf. 
Berlin. Adami. 
Arbeitswoche ,, Grundfragen der Muſikerziehung“. 
Da3 Deutſche Zentralinſtitut für Erziehung und 
Unterricht veranſtaltet in Zuſammenarbeit mit 
dem Sc<ulungs8amt der Staatlichen Hochſchule für 
Muſikerziehung und Kirchenmuſik in der Zeit vom 
16. bis 23. Auguſt 1939 eine Arbeits3woche „Grund- 
fragen der Muſikerziehung“. 
Dieſe Arbeit8woche, zu der Lehrer und Lehre- 
rinnen aller Schularten zugelaſſen werden, findet 
in der Schulungsſtätte des Deutſchen Zentral- 
inſtituts für Erziehung und Unterricht Rankenheim 
(Poſt Groß-Köris, Kreis Teltow) ſtatt. Die Leitung 
hat Profeſſor Stovero> übernommen. Jhre Mit- 
arbeit haben bekannte Muſikerzieher zugeſagt. An 
Arbeitsgebieten ſtehen zur Behandlung: Das Volks- 
lied in der Muſikerziehung =- Geſtaltung des 
Muſikunterrichts = Rhythmiſche Erziehung =- 
Stimmerziehung -- Choriſches Singen -- Jn- 
ſtrumentalſpiel (Streicher, Blockflöte, Laute). 
Die Unkoſten betragen 15 RM. 50prozentige 
Fahrpreigermäßigungsſcheine werden ausgegeben. 
Meldungen ſind zu richten an das Deutſche 
Zentralinſtitut für Erziehung und Unterricht, Berlin 
W 35, Pots8damer Straße 51/53, das auf Wunſch 
ein ausführliches Merkblatt überſendet. 
 
Geſchäftsſtelle: Reich3miniſterium für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. =- Veraniwortlicher Anzeigenleiter: Ulrich Herold, Berlin CW 68. =- DA. TI. Vj. 1939: 50966. 
PL. Nr. 9. =- Verlag: Franz Eher Nachf. GmbH. (Zentralverlag der NSDAP.), Berlin SW 68, Zimmerſtraße 88. =- Dru> von Otto Walter, Berlin SW 68.
	        

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