Full text: Deutsche Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung - 5.1939 (5)

80 Amtlicher Teil 
Knaben und Mädchen getrennt -- nach Geburts8- 
jahrgängen zu ordnen und bi8 auf weiteres ſorg- 
fältig aufzubewahren. 
(6) Da auf den Karteikarten nur wenig aus- 
zufüllen iſt, könnte beabſichtigt werden, in einzelnen 
Fällen die Schulen zur Einreichung liſtenmäßiger 
Überſichten zu veranlaſſen und dann die Liſten- 
angaben durc< die Gemeinden oder durc< die 
Kreispolizeibehörden auf die Karten übertragen zu 
ſſen. Dem kann jedoch nur unter der Voraus8- 
jezung zugeſtimmt werden, daß hierdur< keine 
-- auc< feine vorübergehende -- Einſtellung be- 
ſonderer Arbeitsfräſte erforderlich wird. 
Berlin, den 18. Januar 1939, 
drau 
SZ 
 
Der Reich3miniſter des Innern. 
(Unterſchrift.) 
Der Reich3miniſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
(Unterſchrift.) 
An die Landesregierungen (ausſc<hl. Öſterreich und 
ſudetendeutſ<e Gebiete), den Herrn Reich3- 
fommiſſar für das Saarland in Saarbrücken, den 
Herrn Reichsöſtatthalter in Hamburg, die Herren 
Regierungspräſidenten (in Berlin: den Herrn 
Polizeipräſidenten und den HerrnStadtpräſidenten 
der Reich8hauptſtadt Berlin), die Herren Land- 
räte und die polizeilichen Meldebehörden. -- 
RMdJ. Pol O-VuR 7 ag 62/38, RMfWEuV. 
E 1106 3284 E ITIL, 
* * 
* 
Wird hiermit veröffentlicht. 
Berlin, den 28. Januar 1939, 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Frand. 
E 11e 228 ETIIIL 
(RMinAmtsblDtj<Wijſ. 1939 S. 79.) 
76. Prüfung vor dem Künſtleriſchen 
Prüfungsam“t, 
Die nächſte Prüfung vor dem Künſtlerijchen 
Vrüfungsamt, Abteilung für bildende Kunſt, beginnt 
am 1. Juni 1939. Meldungen zur Prüfung ſind 
bis ſpäteſtens 15. April 1939 an den Vorſißenden 
des Künſtleriſhen Prüfungsamts in Berlin- 
Charlottenburg 5, Luiſenplaß, Schloß, einzureichen. 
Berlin, den 31. Januar 1939. 
| Der Reichsminiſter 
ſür Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Rothſtein. 
Bekanntmachung. - EBE VIIa 53 Ve. 
(RMinAmtsblDtſch Wiſſ. 1939 S. 80.) 
 
77. Berechtigung der Reifezeugniſſe der 
Oberſchule für Mädchen, hauswirtſchaftliche 
Form. 
Verſchiedene Anfragen geben mir Veranlaſſung, 
nochmals darauf hinzuweiſen, daß es hinſichtlich der 
Berechtigung der Reiſezeugmiſſe der Oberſchule für 
Mädchen, hauswirtſchaftlihe Form, bei meinem 
Erlaß vom 24. September 1938 -- BU 111 6 2424 -- 
verbleiben muß. | 
Die Berechtigungen der Reifezeugmiſſe der 
neuen hauswirtſchaftlichen Form können erſt dann 
zuerfannt werden, wenn die neuen Lehrpläne ſich 
gegenüber denen der ſrüheren dreijährigen Frauen- 
jſhule noh mehr ausgewirkt haben und im Zu- 
jammenhang mit der Neuordnung der Reiſeprüfung 
auch die für einzelne Studiengänge etwa nötigen 
Ergänzungsvrüfungen feſtgelegt worden ſind. 
Schülerinnen, die Oſtern 1939 und 1940 das 
Reifezeugnis der hauswirtſchaftlichen Form erhalten 
und ein afademiſche8 Studium ergreifen wollen, ſür 
das ihr Zeugnis keine Berechtigung gibt, müſſen 
alſo vor Beginn ihres Studiums eine Reiſeprüfung 
ablegen, deren Zeugnis die Hochſchulberechtigung 
in ſich ſchließt. I< bin damit einverſtanden, daß 
in dieſem Prüfung8gange, wenn er ſpäteſtens 
ein Jahr nach der erſten Prüfung erfolgt, auf die 
Leiſtungen Rückſicht genommen wird, welche die 
betreffende Schülerin bei der Reiſeprüſung der 
hauswirtſchaftlihen Form ſc<on nachgewieſen hat, 
und daß im allgemeinen nur in Geſchichte, in zwei 
der drei Fremdſprachen Engliſch, Franzöſijc; und 
Latein, in Mathematik und Phyſif geprüft wird, 
in der zweiten, d. h. der in der hauswirtſchaftlichen 
Form nicht behandelten Fremdſprache und in 
Mathematik auch ſchriftlih. Über die Prüfung iſt 
ein vollſtändiges Reifezeugnis auszuſtellen; 
für die Fächer, in denen nicht beſonders geprüft 
worden iſt, iſt die Zenſur des erſten Zeugniſſes zu 
Übernehmen. 
Berlin, den 24. Januar 1939. 
Der Reichsminiſter 
für Wiſſenſchaft, Erziehung und Volksbildung. 
Im Auftrage: Holfſelder. 
An die Herren Oberpräſidenten (Abteilung für 
höheres Schulweſen), den Herrn Stadtpräſidenten 
der Reichshauptſtadt Berlin, den Herrn Reich3- 
fommiſſar für das Saarland in Saarbrücken 
und die Unterrichts8verwaltungen der Länder. =- 
E TIT 6 3378. 
(RMinAmts3blDtſch Wiſſ. 1939 S. 80.) 
78. Grundſteuer; hier: Schülerheime in 
Aufbauſchulen uſw. 
Die Vorſchrift des 8 15 Abſ. 2 GrStDVO,., 
nach der es für die gemeinſchaftlihen Wohnräume 
in beſtimmten Anſtalten einer Anerkennung nicht 
bedarf, iſt vereinzelt dahin aufgefaßt worden, daß 
darunter nur ſolhe Heime (Lager) fallen, die mit 
der bevorzugten Anſtalt zuſammen auf einem 
Grundſtü> liegen. Dieſe Auffaſſung iſt nicht
	        

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