= 25 = erfordert? =“ I< antworte mit Ja, im Namen aller derer, welche dieſe Zeilen leſen. Denn wer wäre unter uns wohl ſo ohne Sinn für das Wohl ſeines eignen Geſchlechtes , ſo ohne Theilnahme an dem ſprachloſen und doch ſo beredten Iufſtreben der Menſchheit im Kinde, daß er nicht den Aufruf in ſeinem Innern, hier weiſe mitzuwirken , fühlen, und dem Drange des Wohlwollens, Wohlſeyn zu beſördern, gern. folgen ſolite? Und daß zugleich die Stimme der Pflicht gebietet, wozu wir uns jekt aus freier Neigung bejtimmen , dieß wird der Ver» folg unſrer Unterjuchung jeibjt einleuchrend zeigen, Was wir, die Erwachſenen, jekt ſind , das wird der neue Ankömmling in unſerer Mitte werden ; wir waren, was er iſt. Welche Mannigfaltigkeit von Kräften und Fertigkeiten, welche ſich in einem Je- den von uns ettwicelt haben! In ihm kaum eini- ge Zeichen zur Ahnung, daß er ſich dereinſt über die Begierde des Irdtſchen durc< Vernunft zu erheben geſchaffen ſey. Wie entfalten ſich nun in ihm die Fähigkeiten, welche ihn nachher als Menſchen ein- zig ſeyn laſſen in ſeiner Art? Bringt er von ih- nen bereits einen Theil mit in das Leben , welches er beginnt? oder iſt das Getjiige in ihm blos eine Anlage, das heißt, blos eine Einrichtung oder Vorkehrung in ſeinem Weſen, durch welche nach einiger Zeit Kräfte in ihm ſich regen werden, welche anderer Art ſind, als die übrigen Kräfte der den