10 TJ. Dietz. besSere Verständnis für Frankreich anbahnen helfen. Der Schüler, der mit diesem Karl, Roland, Olivier etc. SympathiSiert hat, iSt vom franzöSiSchen Wegen tief und für immer berührt worden. Nur noch einige Andeutungen: In diesem Idealbild Frankreichs, das wohl auf Grundlage des Feudalstaates entstanden ist, aber dennoch im Gegen- Satz zu demselben Steht, liegt es begründet, dass der- Selbe nur eine Übergangsform Sein konnte. Es entsteht die Erwartung, dass dem Prinzip der Organisation die Seele des Volkes zufliegen wird, dass dem gebieterischen Bedürfnis der Einheit am meisten entsprechen wird. Diese Erwartung wird vollauf bestätigt und wir haben die Erklärung zu dem rasSchen Fortschritt der monarchi- Schen Ordnung und der ZentraliSation. Selbst unter Schwachen Königen und Regentschaften, in den KrisSen, die die Einheit noch wünschenswerter erscheinen liessen, Setzte Sich der Werdegang der nationalen Ordnung fort. Am Ausgang einer Jeden . Krisis erstand das Königtum mächtig als Je zuvor. Der feudalen Zerstückelung abgeneigt, hat das Volk die feudalen Herren immer gehasst und es Stand immer Segen Sie auf Seite des Königs. Ja, nach den Schreck- lichen Niederlagen von Cr6ey und Poitiers, welche durch die unbesonnene Tapferkeit der Vasgallen herbeigeführt wurden, weigerten Sich die franzögSiSchen Krieger das Rolandlied zu Singen, da Sie wohl merkten, dass unzeit- gemässe Nachahmung des Helden von Seiten der Baronen ihr Unglück . verschuldete.“) Wie Stand das Volk Duguegelin und Später Jeanne d'Arc treu zur Seite, weil Sie für das Wohl des ganzen Staates Sorgten! Nach den fürchterlichen Religions- und Bürgerkriegen der 2. Hälfte 1) Die Zeit der kritiklogen Unbefangenheit war vorüber, und man unterschied recht gut Zzwischen einer idealen und wirk- lichen Gegstalt. Das Band der Vaggalität wurde gehr gelten 80 heilig gehalten wie im Liede, wo gelbst die Sarrazenen ihre eignen Kinder dem LehensSherrn und dem Vaterland opfern. Wie war es auch mit dem ritterlichen Abscheu vor Lüge und Verrat bestellt? Als in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts Frankreich mitten in der Ausbildung der modernen Geselligkeit, die ritterlichen Sinne kund gab (Hötel de Rambouillet) begriffen war, nahm es Richelien Corneille, Sehr übel, dass er (1636) das glänzende Bild des Rittertums in geinem Cid wieder erstehen liess. Die Übermacht der grogsen Herren machten dem allmächtigen Minister 80 viel zu Schaffen.