Nachrichten. Prüfung für Sprachlehrerinnen an den höheren Möd<henſchulen. Im Monat November oder Dezember 1915 wird in München eine Prüfung für Sprachlehrerinnen an den höheren Mädchen- ſchulen abgehalten. Die Prüfung erſtre>t ſich auf Franzöſiſch und Engliſch. Den Kandidatinnen iſt geſtattet, die Teilnahme an der Prüfung auf eine der beiden Fremdſprachen zu be- ſ<ränfen. Zur Prüfung werden Kandidatinnen zugelaſſen, die nach Ablegung der Anſtellungsprüfung für den Volksſchuldienſt zwei Jahre hindurch die betreffenden Fremdſprachen zum Gegenſtand eine3 beſonderen Fachſtudium3 gemacht haben. Die Geſuche um Zulaſſung zur Prüfung ſind bis längſten8 31. Mai d. I. beim Staat3miniſterium des Innern, für Kirchen- und Sculangelegenheiten einzureichen. Polniſ<e Sc<hulen. Die „Gaz. Warſch.' veröffentlicht eine ver- gleichende Statiſtif der polniſchen Schulen im Kö- nigreich Polen und in Galizien, aus der erſichtlich iſt, daß es im Jahre 1911 im Königreich 5000 polniſche Schulen mit 359034 Schülern gab. Auf je 2341 Einwohner kam alſo eine Schule, auf 1000 Einwohner 29 Schulkinder. In dem- fjelben Jahre beſaß Galizien 5855 Lehranſtalten mit 41082 Schülern. Dort kam auf 1435 Einwohner eine Schule und auf 1000 Seelen 129 Schulkinder. Geſchäftliche Mitteilung. (Ohne Verantwortung der Redaktion.) Vom Einmac<en! Der Wechſel der Jahre3zeiten bringt es nun einmal mit ſich, daß Garten und Feld uns im Sommer mit einem wahren Überfluß von Früchten überſchütten, während ſich im Winter und Frühling ein Mangel an friſchem Obſt und Gemüſe geltend macht, der es den HauSsfrauen ſchwer machen würde, das Bedürfnis nach Abwechſlung und geeigneter Zuſammenſtellung der Speiſen zu befriedigen, wenn ſie nicht ſhon in den Monaten des Überfluſſes für die Zeit des Mangels durc<4h geeignetes Cinfochen von Obſt und Gemüſen ſorgen würden. Die empfindlichen Lücken in den vielen bereits vorhandenen 23 Konſervengläſern auszufüllen, haben fich die von Poncetſchen Glaöhütten ganz beſonders angelegen ſein laſſen, und es iſt ihnen auf Grund ihrer ausgedehnten prattiſchen Erfahrungen geglücft, zwei beſonders günſtige Formen von Konſervengläſer" -=- „Jdeal“ und „Simplex“ = auf den Markt zu bringen, von deren Vorzügen alle Hausfrauen und ſonſtigen Konſumenten entzüdt ſind, und worüber zahlreiche Anerkennungsſchreiben ein beredtes Zeugnis ablegen. überraſchend einfach iſt die Konſtruktion beider Gläſer, ſo daß ſich jede Hausfrau ihrer mühelo3 zum Einkochen von Früchten und Gemüſen bedienen kann. Die Gläſer ſind au3 ſtarkem, gut gefühltem Glaſe hergeſtellt, ſo daß bei richtiger Behandlung ein Zerſpringen während de8 ECinfochens ausgeſchloſſen iſt. Der Verſchluß iſt ſehr bequem und ebenſo luftdicht wie bei verlöteten Blechbüchſen. Er beſteht aus einem Glas3decd>el, einem Gummiring, der zwiſchen Gla8 und Dedkel zu liegen kommt, und einer Metallklammer, die über den Dedel zreiſt. Sämtliche Teile paſſen zueinander, und iſt im Falle eine38 Verluſtes jedes Teil einzeln zu erſeßen. Die in dieſe Gläſer eingeko<hten Früchte haben vor allen Dingen den Vorteil, daß ſie nicht nur genau ſo ſchme>en wie friſches, eben gepflüdtes reſp. geerntetes Obſt und Gemüſe, ſondern auch ihren vollen Nährwert beibehalten. -- Bedingung iſt naturgemäß, daß nur tadellos gute und möglichſt friſche Ware verwendet wird. -- Die Größe der Gläſer iſt eine ſehr verſchiedene: man bekommt ſie von 2/, bis 2 Liter Jnhalt und hat aljo Gelegenheit, die Gläſer ſo zu wählen, daß der Inhalt nur für eine Mahlzeit ausreicht, denn der Jnhalt einmal an- gebrochener Gläſer muß bald aufgebraucht werden. Das Kochen der Gläſer geſchieht im Waſſerbade (bain-marie), und fann man ſich dabei jedes vorhandenen genügend großen Kochgefäßes bedienen. = Um ein Springen bzw. ein AuzSein- anderreiben oder Stoßen der Gläſer beim Kochen zu verhindern, empfiehlt es ſich, kleine Einſaßkörbe, aus Draht hergeſtellt, zu benußen, die ſich als äußerſt zweckdienlich erwieſen haben, und die die Firma in zwei Größen zu dem billigen Preiſe von 15. Pf. pro Stüd liefert. Die Anzahl dieſer Drahtgeſtelle hängt von der Größe des zum Cinfochen in Verwendung kommenden Koch» topfes ab, gewöhnlich genügen ſechs Geſtelle. Bei Verwendung der eigens zu dem Zwed konſtruierten Kochgeſtelle iſt die Be- Ihaffung eines beſonderen Einfochtopfes nicht erforderlich, da für dieſe Geſtelle jeder gewöhnliche Kochtopf genügt. Zu weiteren Auskünften ſteht die Firma von PBoncet Glashütten- werke, Akftiengeſellſchaft, Berlin 80 16, mit ausführlichen Pro- ſpekten und Preisliſten gern zur Verfügung. Hierzu Beilagen von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin, die der Beachtung der Leſer empfohlen werden. Auszug aus dem Stelſienvermittlungsregiſter des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenvereins. Zentralleitung: Berlin W 62, . Sofort ſucht Rittergut35beſizer3familic, Oſtpreußen, für ein 12 jähriges Mädchen eine evangeliſche, für höhere Schulen geprüfte Lehrerin mit mehrjähriger Unterricht5erfahrung. Gehalt nach Übereinkunft. . Sofort ſucht Gutsbeſißersfamilie, Mark, für zwei Mädchen, 13 und 10, einen Knaben, 7 Jahre alt, eine evangeliſche, für höhere Schulen geprüfte Lehrerin mit Muſikkenntniſſen. Gehalt 750 4 und freie Station. . Sofort ſucht Paſtorenfamilie, Thüringen, füx drei Mädchen, 12, 11 und 8 Jahre alt, eine evangeliſche, für höhere Schulen geprüfte Lehrerin mit etwas Erfahrung. Gehalt bei freier Station 600 46. . Sofort ſjuc<t Familie, Medlenburg, für ein 9 jähriges Mäd- dhen eine evangeliſche, für höhere Schulen geprüfte Lehrerin mit perfektem Engliſ< und ſehr guten Muſikkenntniſſen. Gehalt nach Übereinkunft. - Sofort ſucht Rittergutsbeſigersfamilie, Pommern, für ein 15 jähriges Mädchen eine evangeliſche, für höhere Schulen geprüfte Lehrerin mit Sprachkenntniſſen. Muſik Bedingung. Gehalt nach übereinkunft. - Sofort ſu<t adlige Familie, Pommern, für drei Mädchen, 111/53, 8 und 7 Jahre alt (zwei Unterrichtsſtufen), eine evan- geliſche geprüfte Lehrerin mit etwas Erfahrung und Sprach- kenntniſſen. Muſik ſehr erwünſcht. Gehalt 1000 4 und freie Station. Sofort ſu<t Rittergutsbeſißersfamilie, Medlenburg, für ein 131/5 jähriges Mädchen eine evangeliſche geprüfte Leh- vrerin mit etwas Erfahrung und Muſikkenntniſſen. Gehalt 900 4 bei freier Station. Dr (Wie) Bayreuther Straße 38, Gartenhaus pt, , Telefon-Amt Kurfürſt 2415. 8. Sofort ſucht Gutsbeſißer3familie, Neumark, für zwei Mäd- den von 6 und 9 Jahren eine evangeliſche, für höhere Schulen geprüfte Lehrerin mit etwas Erfahrung. Gehalt nach Übereinkunft. . 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Gehalt 90 4 bei freier Station. Zum 1. „Zuli jucht adlige Familie, Pommern, für ein Mäd- <en, 12, einen Knaben, 10 Jahre alt, eine evangeliſche ge- prüfte Lehrerin mit guten Sprach- und Lateinkenntniſſen. Muſik erwünſcht. Gehalt bei freier Station 1500 4. 10. 11. 13. 14. Die Adreſſen der Lehrerinnen und Stellen dürfen nicht weitergegeben werden, Bedingungen für den Nachweis der Stellen verſendet die Zentroelleitung der Stellenvermittiung des Allgemeinen Deutſchen Lehrerinnenbereins, Berlin W 62 ,» Bayreuther Str. 38, Gartenhaus pt. Tel. = Amt Kurfürſt 2415. Sprechſtunden wochentags von 12---3 Uhr, Sonnabend 11--1 Uhr. Beitrittserklärungen ſind an die Geſchäftsſtelle des Vereins, Berlin W 62, Bayreuther Str. 38, Gartenhaus pt., zu richten. Die Stellenvermittlung für akad. geb. Lehrerinnen liegt jezt in den Händen von Frl. Oberlehrerin Mathilde Wolff, Charlottenburg, Oranienſtr. 17 71] (Sprechſtunde: Dienstag und Freitag von 3%;-- 4"/, Uhr).