LZ eitschriit Pädagogische PSychologie, Pathologie und Fygiene. Herausgegeben von Ferdinand Kemsies und Leo HirsSchlaff. Jahrgang VII. Berlin, Februar 1905. Heft 1. Der Schimpanse Consul; ein Beitrag zur vergleichenden Psychologie. Von Leo Hirschlaff. (Vortrag mit Demonstration, gehalten am 19. November 1904 in der Psychologischen Gegellschaft zu Berlin.) M. D. u. H. Die TierpSychologie, in früheren Zeiten eine arg vernachlässigte Disziplin unserer WissSenschaſt, ist erst in den letzten Jahrzehnten wiederum zum Gegenstande eingehender wisSenschaftlicher Forschungen geworden. Wie die experimen- tellen Untersuchungsmethoden, die durch Weber, Fechner und hauptsächlich durch Wundt in unsere WisSensSchaft ein- geführt wurden, zu einem vordem ungeahnten Aufschwung in der Behandlung der Probleme der menschlichen Psychologie geführt haben, So iSt ihnen auch in der Tierpsychologie die Anbahnung eines Fortschrittes zu verdanken. Zwar auch Schon vor Ein- führung der Experimentalmethoden Schien die Hauptfrage der Tierpsychologie: Haben die Tiere Intelligenz? einer überein- Stimmenden LösSung nahegerückt. Hatten doch die meisten Forscher die Cartesianische Lehre von der „bete machine“ ver- lassen und Sich der alten AriStotelischen Auffassung wieder Zeitschrift für pädagogische Psychologie, Pathologie und Hygiene. 1