* heute mit Hilfe einer ReichSbürgſ<Haft ermög= licht. Dabei handelt es ſi auSj<<hließlih um den Wohnungsbau, der aus ſtaat8s= und wohnungS5= politiſ<en Gründen vordringlich iſt. Hierauf wird au<h der weitere Bürgſchaft8einſatz gerichtet jein. Das biSherige Ergebnis umfaßt die Förderung von rund 378000 Wohnungen mit einem Bausz= wert (ohne Grund und Boden) von rund 2,4 Milliarden X4. BemerkenSwert iſt, daß UuZ3= fälle dabei nicht entſt anden jind. DaS ijt ein Bewei38 nicht zuletzt für die ſorgfältige Er= mittlung der Grundlagen für die Bürgſ<haſt5- übernahme. Gerade hierin liegt neben den jo großen zahlenmäßigen Ergebniſſen ein wejent= liher Erfolg de8 Reichsbürgſchaftseinſatzes, bei dem es8 weitgehend gelungen iſt, die Grundſäße für den Aufbau der zweiten Hypothek „zu ermit= teln und durczuſeßen. Anliegerbeiträge als Vauhemmnis Auf der Tagung der Fachgruppe Grundſtü>s5= und Hypothekenmakler wies Generalſekretär Dr. W. Frank (Reihs3bund der Hau3- und Grund=- beſitzer, Abt. Preußen) darauf hin, daß die An= liegerkoſten häufig ein Bauhemmnis5 darſtellen. Koſte der Rohlandpreis je Quadratmeter 1,30 bis 1,50 84, ſtelle fich infolge der hohen Aufſchlie-= ßungskoſten das baureife Gelände je Quadrats= meter in der Regel auf 6 bis 7 RX. Dieſes alte Anliegerbeitrag3reht aus dem Jahre 1875 bilde ſomit ein Hemmnis für die Siedlungspolitik. Die Anliegerbeiträge bildeten au< einen weſentlichen Koſtenfaktor für die Mietprei5- bildung. Bei einem BaubloX von 60X120 Meter, einem Unliegerbeitrag von 200 34 je Front= meter, entfielen auf einen Bewohner bei einer GeſhoßfläHe von 30 Quadratmeter je Bewohner in Bauklaſſe 1 (1/10 Bebauung zwei Geſchoſſe) 8009 XA, Bauklaſſe V (5/10 Bebauung fünf Ge= ſc<oſſe) 50 RK. Eine Senkung der Unlieger= leiſtungen und damit eine Verbilligung des bau=- reifen Gelände2, eine Senkung der Grundſtü>5- laſten, eine Verbilligung der Mieten könne er- reißt werden unter der Depiſe: BerkehrsS5-=- ſtraßen haben dem Verkehr, niht aber dem Anbau zu dienen; ihre Finanzierung kann daher auß zni<ht SaHe der Unlieger jein. Wohnſtraßen ſind dem Wohnbedürfnis entſpre- <Hend herzuſtellen, ihre Herſtellung und ;Finan= zierung iſt Sache der Anlieger. („Leip3z. N. N.“, Nr. 1, 1.1.1939.) Die Gehag berichtet Die Gehag Gemeinnützige Heimſtätten=-Spar= und Bau=A.-G., Berlin, das HauptwohnungsS=- unternehmen der DAF, gibt im Rahmen ihres (,c* äftSberichts für 1937 Rehenſ<haſt über ihre angreihe Bautätigkeit, die ſie bereits jeit .3 auf die intenſive Pflege des Arbeiterwohn= «ttenbaues abgeſtellt hat. Das Zurücktreten des WohnungSsSbaueSs5 90* vordringlicheren NeichSaufgaben hat ſiß auch 1 „en Bauergebniſſen der Gehag auSgewirkt: gegenüber 3447 im Jahre 1936 fertiggeſtellten Wohnrngen wurden 1937 nur 1774 Wohnungen bezogen, während 1862 im Bau befindliche ECin=- heiten naß 1938 übernommen werden mußten. Ende 1938 ſind rund 3000 Wohnungen der Gehag noHD in Bau. Für das Frühjahr 1939 hat die Gehag ein großes Bauprogramm mit rund 6900 Arbeiterwohnſtätten vorbereitet. Seine Finan= zierung iſt im weſentlihen geſichert. BorausSs=- ſetzung für ſeine Ingangſezung im kommenden 21 Frühjahr iſt die allgemein erhoffte Auflo>erung in der Verſorgung de8 Wohnungsbaues mit Baumaterialien und FadarbeitS=- kräften. Die AuSwertung der jetzt günſtigen Reich5- beſtimmungen durch intenjiven KleinzyieD=- [lung3bau wird jedoH weſentliHh durch die in den beiden letzten Jahren zu verzeichnende Ber= lagerung der Wohnungsnachfrage gehemmt: In den Hauptinduſtriegebieten iſt die Nachfrage na<h Kleinſiedlerſtellen in8 Stocd>en geraten; die durch Überſtunden ujw. ſtark in Anſpruch genommenen Siedlungsluſtigen, die nur noh wenig Zeit für Gartenbewirtſ<haftung haben, wünſchen Verringerung der Landzulage. Die Volk8wohnungS8förderung itt in den letzten 11. Jahren in der Richtung auf wirt= ſHhaftlic vertretbare, in der Größe und YAus5- ſtattung einwandfreie Kleinwohnungen etwas ſort= geſchritten. Eine befriedigende Neuordnung Der Volkswohnungsbeſtimmungen wird jedoch erſt für das kommende Jahr erwartet. Der Bericht hebt beſonders die dur< vordring= lihe ReichöSmaßnahmen bedingte Berknap-= pung der Baumaterialien für den WohnungSsbau hervor, der 1937/1938 Ber= längerung der Bauzeiten, damit Erhöhung der Bauzinſenlaſten, Verteuerungen dur< Berlänge= rung der TranSportwege für Baumaterialien in den Dringlichkeitsgebieten und damit zugleich Steigerungen der Miet- und Siedlerlaſten in Kauf nehmen mußte. Die Gehag hat ihr ganz beſonderes Augenmerk auf tragbare Lajten jür die Siedler und Mieter gerichtet und manche Bauvorhaben zurücgeſtellt, deren Laſten für den Arbeitermieter nicht auf die Dauer tragbar er=- ſHhienen. In ihrer Baupraxis hat jiH die Gehag von den beiden Extremen, eines jiedlungsfeind= lichen Geſc<hoßwohnungSsbaues auf der einen, einer reinen KleinſiedlungsSpolitik auf der anderen Ceite ferngehalten, und allein den Bedarf entſcheiden laſſen. Private und gemeinnützige Bautätigkeit in Kajſel Die „Kurheſſiſ<e Lande8z3eitung“ in Kaſſel, die ſiH mit rühmlichem Eifer der Frage des Woh= nung38baus8 annimmt, brachte Mitte Dezember eine Aufſatßreihe „Kaſſel iſt die Stadt des Klein= hauſe3“, in deren zweitem Teil (NVr. 292 vom 14. 12. 1938) beachten3werte Zahlenangaben ent= halten ſind. Eine Tabelle zeigt, daß von rund 6000 Wohnungen, die von 1933 bis 1938 in Kaſſel gebaut wurden, faſt zwei Drittel auf 3- und 41=-räumige Wohnungen entfallen, das heißt auf 2- und 3=-Zimmerwohnungen mit Küche. 2337 oder 37,600 ſind Vierraumwohnungen, 1582 oder 25,5% ſind Dreiraumwohnungen. Un dritter Stelle folgen Wohnungen mit 5 Räumen ein= ſhließlih Küche: 1209 oder 19,495. Aus zwei weiteren Tabellen iſt zu erſehen, daß bei den von privaten Bauherren von 1933 bis 1938 er= richteten -- inSgeſamt 3719 -- Wohnungen die Vierraumwohnung mit 1613 oder 43,495 über= wiegt, während die gemeinnüßigen Woh- nung3unternehmen in derſelben Zeit mehr drei = als vierräumige Wohnungen gebaut haben, näm=- liHh von inS8geſamt 1692 Wohnungen 651 oder 38,5% dreiräumige und 500 oder 29,5% vier- räumige. Die „Kurheſſiſc<e LandeSzeitung“ bes=- vorzugt mit Reht die Vierraumwohnung und deutet an, daß die gemeinnützigen WohnungsS- unternehmen auf dem falſchen Wege ſeien. Be=- trachtet man aber die Tabellen genauer, ſo kommt mari zu dem entgegengeſezten Ergebnis. In den 22