gelernte Gärtner, ein Stamm von Fachleuten beſhäftigt. Einen ſolHen Stamm von ſachver= ſtändigen Mitarbeitern ſih dauernd zu erhalten, muß da3 Beſtreben der Betriebe ſein; das beſte Mittel dazu iſt die Seßhaftmachung; ſie konnte man, da ſie niht in Rufweite des Betriebe3 wohnen müſſen, außerhalb der Stadt, und 3war, wie es nahe lag, in einer großen geſchloſſenen Gruppe anſiedeln. Die Stadtverwaltung und die Betriebsſührer ſezten ſiH in vorbildliher Zuſammenarbeit, unterſtüßt vom ReichSnährſtand, für die Berwirk= lihung des Planes ein. Da3s8 Baugelände auf dem an die alte Ort8lage im Norden anſtoßen= den Galgenberg wurde von der Gemeinde zur Verfügung geſtellt; da es bei völliger Bebauung um 70 bis 80 Stellen geht und jede auf einen vollen Morgen bemeſſen wurde, handelt2 e8 ſich um erheblihe Flächen. Die recht hoh erſ<;einende Stellengröße mit 25 Ar iſt dur<h den Umſtand bedingt, daß den Siedlern dur< den Gartenbau ni<t nur die Anzucht von Gemüſe und Obſt zum unmittelbaren eigenen Bedarf für die Fami= lie, ſondern au< der Anbau von Futterpflanzen für ihre Stallbewohner geſichert werden ſoll. Mit der Planung ünd Durchführung der Bauten wurde die „Mitteldeutſ<e Heimſtätte“ als Treuhänderin beauftragt. Von den zunächſt in Bau befindlihen 26 Stellen jind 22 bereits bewohnt, 4 ſollen im Laufe des Commers35 be= zogen werden. Aile werden Eigenheime. Im Rahmen weiterer Bauabſchnitte ſind auc< ein Gemeinſ<haft8Shaus, ein Sportplaß und einc Baumjſdule vorgeſehen. Die Bodenwertſteuer in New York Die Stadt New York mit 7 Millionen Cin- wohnern hat einen ſtädtiſ<en Zahre5haushalt von 600 Millionen Dollar. Hiervon werden 2%0 Millionen Dollar, aljo 4095, durch eine Steuer vom reinen Bodenwert aufgebracht, während die reſtlichen 360 Miliionen durch G2= werbeſteuern und andere, die Gütererzeugung belaſtende UÜbgaben gede>t werden. Der Steuer- ſjaß der Bodenwertſteuer beträgt 3" vom Weri Des Bodens ozine Gebäude und jonſtige Anlagen. New York iſt, wie man ſieht, noch weit ent erut von Henry Georges Z5deal der „einzigen Cizuz2r“ die Bodenſpekulation mit ihren üblen 103 ialen Begleiterſheinungen ift Dort noFH nicht aanz überwunden, aber diefe große Siadt hat immer= hin dur<h die Tat bewieſen, daz die Veranlagung und Erhebung der Cteuer vom reinen Bodenwert 9 keine unüberwindlicßen Cdqwierigfeiten madt, wie in anderen Ländern immer wieder von Bodenſpekulanten behauptet wird. Das VodenrecHt im alten Ügypten In einem Aufjaß über die Recht5Sgeſichichte des alien Navypten teilt Prof. Dr. Erwin Seid! von der Univerſität Greifswald in „Forſ|<hungen und Fortſchritte“, Nr. 23.24 vom 20. 8. 19365, mit, daß in Ügypten bis zur Ptolemäerzeit (332 vor Chr.) die Vorſtellung herrj<te, der König ſei der Obereigentümer alles Grund und BodenS. Bei dcr Übertragung von Grundſiü>äen kam jedoch nur in der älteſten Zeit bis zur 4 Dynaſtie (2550 vor Chr.) eine Belehnung durc< den königlichen Obereigentümer hinzu, während in den ſpäteren Epodhen die Übertragung nur noh, wie im römis= ſHen Recht, durc<h Formvorſchriften erſHmwert war. Dä(GS5 Obereigentum bedeutete alſo nicht viel mehr als eine Gebiet3= und Steuerhoheit. 245 er =- ohne naH Dantf zu fragen - / XAus der Bodenreformarbeit Ein Mitglied unſeres Bundes hat kürzlich auf Grund eines Vermädtniſſes eine Anzahl Cxem-= plare des lezten größeren Werkes von Adolf Dama1ſHke: „Ein Kampf um SozialiäSmus und Nation“ an auSsgeſuhte Adreſſen verſchit. Das Bu<h wurde ſehr freundlih aufgenommen und mit Intereiſe gelejen. Manche hörten da=- dur<4 zum erſten Male von unſerer Lehre, in anderen wurden alte Crinnerungen wacß und vertieft. AuS5 den vielen Zuſchriften des Dankes laſſen wir einige folgen. „Heute erhielt iH Ihre wertvolle Gabe, die es mir ermöglißen wird, das Werk eines edlen und großen Menſc<en fennen zu lernen, von dem iH IHon viel Gutes gehört und geleſen habe.“ „Mit großem Intereſſe habe ich das das ein ganzes Stü meines eigenen beleuchtet.“ „Ih habe das Buch mit großer Freude und innerer Bereicßerung geleſen und freue mich, das Buch neben der „Ge] jMichte der Nationalöfonomie“ und „Die Bodenreform“ meiner Bücherei einverleiben zu kön= nen. CS wird Sie vielleicht intereſſueren, daß ich, als iM noM Deutihlehrer am Gymnajium war, rege!= mäßia das fleine Heftchen: „Ein Berliner Zunge“ von Adolf Damaſchke als Privatlektüre in Sekunda babe lejen laſſen.“ Buch geleſen, Lebens mit „Das SHhidfal des Kämpfers „Damaſchke“ hat mich bewegt. Seine weitausſchauenden Ideen geh2n heut2 einer Erfüllung entgegen.“ „IH freu? mich jetzt ſhon darauf, in kommenden Urlaub8swocßen mich darein vertiefen 3u dürfen in danfbarer Erinnerung daran, daß L2ldolf Damaichke einſt durc< jein Wort dem jungen GStudenien dieſe Frage unauslöſhlich mit ernſter Berpflichtung ein= geprägt hat. Miöqa2 ſeine Saat zum Segen unſeres Volfes aufgehen dürfen.“ „Ms Biographie eines rediichen poiitiichen Käm»= fers wirkte das Buch wohlintend auf mich. “ „Nite? liebe Erinnerungen aus Der Kind.er= Zugendz3zeit ſtanden in mir auf. „Wie It babe id) Elterns aus VIrvel= ann. Ww (4 3.B. Adolf Stö>er an mzoinem geßen „eben. Auch Fr. Naumann habe ich 23! AJuc<ß die B 32jtr Yevungen Der Bodenreformer UNTE tatfräftigen Führung von Adolf Damaichke R wurde Das alices wieder lebendig vor meinen Augen. Mein Sohn -- Dr. mod. jah das Buch geſtern auf neinem Lefepult liegen und fing a3uD an, darin iM gelegentiic darauf 22x wrechen kommen, 19 da von meinent Crempiar noH manche Anrezunag ais ackßen wird. I< Hoffe, das wird der beite Dan? fein.“ „Vas „3rundlegende BuH von Adolf Damatichte über 23oIenreform habe ich vor Zahr2 ehnten währen? einer Kranfbheit geleien und wurde dadur< mit der Fragen der Bodenreform vertraut. Die Beichäfti= IURGg mit Dem Buch2 feiſelie mich 10, daß ich faun: nos? einen Wedarifen an die KranibBeit Gate it ihrer falt iroh war.“ „Es muß 5oF für die Bodenreformer eine - inung fein, IaB dieſe Gedanten jim je3t rerwirilicher, daß al!o der Kampf gegen Eigennus und Engſtirinig= keit nicht vergeblich geweſen itt.“ „Mit „großem Intereſſe habe iO Ia8 Buch geleſen und auß vieles daraus gelernt. Beſonders aud) die Kavitel über Stöcker un Naumann waren für mich jebr lehrreicß. Bol! Bewunderung ſehe iM auf die Mübe und groß2 Arbeit von AD Damaſchke, die zum Wohle jim genoms= Uu leiten... Auch in unſerer Männerarbeit werde + unſeres Bolkfe8 und Baterlandes ar! men bat.“ „SG mödhte Ihnen mit herzlichem Dank agen, wie wichtig und aufi<lußreih es für mich war, die ausführlichen Schilderungen eines Lebens und Lebenswerkes zu leſen, die einem noch heute jo unz= gemein wichtigen und entſcheidenden LebenSsgebiet gewidmet waren. Wie lange Zeit braucht es doh, bis ſiM ein richtiger Gedanke ſiegreich über alle 246