Die Lehrer-Wittwen- und Waisenkasse rc. «O» 7. Waä) dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre sind an Collectengel- dern und andern außerordentlichen Einnahmen zu erwarten, nach Abzug der extraordinären Ausgaben und der Verwaltungskosten, jährlich 495 Thlr., macht an Kapitalwerth vom 1. Jan. 1868 bis Ende 1874: 495 X S, 38 o . ■ 4,148 Thlr. Summa der Activa 172,745 Thlr. Passiva berechnet für den Betrag von 50 Thalern einer Wittwen-Pension vom 1. Januar 1868 bis Ende des Jahres 1874. 8. Es kommt bei dieser Berechnung in Betracht: a. Der Werth der laufenden Wittwen-Pensionen. b. Der Werth der laufenden Waisen-Pensionen. c. Werth der Penfionsanwartschaft für die gegenwärtig vorhan denen Ehepaare. d. Werth der Pensionsanwartschaft der künftig hinzutretenden Ehe paare. 6. Werth der Pensionsanwartschaft für die wiederholten ehel. Verbindungen. k. Werth der Unterstützungen der künftig zurückbleibenden vater- und mutterlosen Waisen. Dieselben erhalten, nach Familien gerechnet, bis zum zurückgelegten 15. Lebensjahre des jüngsten Kindes in jeder Familie eine volle Pension, die Kinder geschie dener Frauen und wiederverheiratheter Wittwen die halbe. Die Berechnung vorstehender Positionen habe ich nicht nach den Sterblichkeits-Tabellen von Brune, oder nach denen von Deparcieux an- stellen wollen, weil diese Tabellen bei keiner Lehrer-Wittwen- und Wai senkasse sich praktisch bewährt haben. In denselben ist der Werth einer Wittwenrente viel zu hoch berechnet und zwar 1) weil sie die Sterb lichkeit in den ehelichen Verbindungen aller Stände insgesammt darstellen, die Lehrer aber in dem Alter ihrer Mitgliedschaft einer Wittwenkasse durchgängig einer dauernden Gesundheit sich erfreuen und nicht selten ein hohes Alter erreichen, auch ihre um einige Jahre jüngere Frauen meist überleben, 2) weil in diesm Tabellen, für allgemeine Wittwenkassen bestimmt, Rücksicht auf die großen Verwaltungskosten derselben und die hohen Dividenden der Acttonäre genommen ist. Die Lehrer-Wittwenkasse des Regierungsbezirks Düsseldorf deckt aber ihre geringen Verwaltungskosten aus den Sttafgeldern und ist nach einem 37jährigen Bestehen bereits in ein Stadium gekommen, in wel chem die Zunahme ihrer Wittwen und Waisen nur im Verhältniß der Zunahme ihrer Milgliederzahl stattfindet. Die Berechnung der Anzahl der Wittwen- und Waisenpensionen für die laufende Periode von 1867 bis 1874 wird daher eine viel sicherere sein, wenn sie nach den Er- fahrungen der vorhergehenden gleichen Periode, als nach den angegebenen Tabellen geschieht. Diese Berechnung stellt sich aber wie folgt: Es sind vom 1. Jan. 1861 bis zum 31. Decbr. 1867 im Ganzen gezahlt worden: 501 Raten an Lehrerwittwen 73 volle Raten an Lehrerwaisen 6 halbe oder 3 volle Raten an do. zusammen 577 volle Raten in sieben Jahren.