4»9 Zur Nachricht. (Vom Herausgeber.) 1. Durch Gottes Güte ist mein hartnäckiges Augenleiden nunmehr glücklich ge hoben. Von jetzt an werde ich daher die Redaction des Schulblattes wieder in der frühern Weise selbst übernehmen. Den lieben Collegen, die mich in dieser Arbeit so lange vertreten haben, sei hiermit herzlich Dank gesagt, — ebenso den übrigen HH. Mitarbeitern, die treulich geholfen haben. Die Beiträge für die Haupthefte wolle man hinfort wieder an den Un terzeichneten adressiren, — die Beiträge für die Zwischen hefte aber an Hrn. Hauptlehrer Biermann in Barmen (Wichlinghausen), da Hr. Rektor Horn, wegen überhäufter Amtsgeschäfte, in der Schulblattarbeit eine Weile zu pau- siren wünscht. In Ansehung der Privatesrrespondenz sei angelegentlich gebeten, nicht zu starke Anforderungen an mich machen zu wollen, da die Augen immer noch eine gewisse Schonung bedürfen, und ich überdies manche rückständig gebliebene, Arbeit nachzuholen habe. 2. Seit Jahresfrist werde ich von vielen Seiten mit der Anfrage bestürmt, ob das Handbuch zum Repetitorium noch nicht bald erscheinen werde. Dieses lebhafte Interesse, welches dem versprochenen Buche entgegengebracht wird, fällt mir natürlich nicht lästig; und die Ungeduld der Fragenden ist mir vollkommen ver ständlich. Allein sie werden mir gleichfalls glauben, wenn ich versichere, daß meine Ungeduld mit der ihrigen zu wetteifern vermag, und daß, wenn dieses Kräut chen mir hätte helfen können, dann das unliebsame Hemmniß längst beseitigt ge wesen wäre. Mir blieb aber nichts anderes übrig, als geduldig auszuharren — ein ganzes, rundes Jahr lang. Angesichts dieser Thatsache werden die lieben „Mitgenossen in der Geduldübung" hoffentlich gern bereit sein, es zu entschuldi gen, daß mein Versprechen nicht pünktlich gehalten worden ist. Darf ich doch selbst jetzt noch nicht wagen, einen nahen Termin bestimmt anzugeben, wann das Buch muthmaßlich fertig sein werde. Seitdem die Augen es gestatteten, hat sich zwar die Hand wider frisch ans Werk gemacht, allein von jener Seite meldet sich noch häufig die Mahnung: eile — mit Weile. Es ist auch gefragt worden, warum denn nicht einmal die erste Lieferung erscheinen könne. Ja — das hat ebenfalls seine Haken, seine besonderen. Die ursprünglichen Vorarbeiten waren nämlich nicht so angelegt, wie es der Bau meister macht, der unten, beim Anfang, anfängt und dann hübsch Stein auf Stein und Stockwerk auf Stockwerk fügt; vielmehr hatte ich, weil mich nichts drängte, je nach Gelegenheit und Anregung bald dieses, bald jenes Kapitel aus geführt. Als nun nach der Herausgabe des „Repetitoriums" — wozu ich mich durch etliche Freunde hatte drängen lassen — das Handbuch fertig gestellt werden sollte, da lagen nur lauter Bruchstücke vor. Das wäre zwar nicht so schlimm gewesen; aber es fehlten gerade auch die Stücke, welche im methodischen wie im sachlichen Theile die erste Lieferung bilden mußten; — und als ich eben fleißig damit beschäftigt war, diese ersten Lieferungen auszuarbeiten, da wurde mir die Feder aus der Hand genommen. — Der Leser sieht nun, an welchen Haken die ser Theil meines Versprechens hängen geblieben ist. Um Derer willen, welche