240 Deutsche Schulzeitung. z. B. Jer. 17, 9 das trotzige und ver zagte Herz stehen bleiben. Vielfach, so z. B. namentlich gleich in der Schöpfungsgeschichte, ist eingehend Rücksicht genommen worden auf das Verhältnis des Bibelwortes zur moder nen Wissenschaft, besonders Naturwissen schaft. Und wenn die Erörterung dieser Fragen im einzelnen vielfach aus schlü pferigen Boden führt und man wohl hin und wieder auch zweifeln kann, ob die Grenzbestlmmung richtig getroffen ist, so muß doch zugestanden werden, daß im ganzen diese Fragen mit Be sonnenheit behandelt sind und daß alle die einschlägigen Erörterungen den Ein druck beim Lesen zu machen geeignet sind, welcher zu 1 Mose 10 ausge sprochen ist: „Es ist dies ein neuer Beweis, daß das Wort Gottes auch das Licht wissenschaftlicher Forschungen nicht zu scheuen braucht, falls nur die letzteren nicht in leere Mutmaßungen und grundlose Träumereien sich verirren. Bleibt nun auch nach den neuesten For schungen und Entdeckungen noch man ches Dunkel übrig, so dürfen wir doch mit Zuversicht hoffen, daß der Bibel früher oder später volle Ge rechtigkeit widerfahren werde." Neben derartigen wissenschaftlich apo logetischen Erörterungen und sonstigen der neuern Wissenschaft entnommenen Erläuterungen findet sich aber auch eine große Anzahl von unmittelbar erbau lichen Bemerkungen, ja die ganze Dar stellung in den Zusammenfassungen und Übersichten wie in den nicht unmittel bar erbaulichen Erörterungen ist meist von einer sehr wohlthuenden Wärme und Weise durchhaucht. Alle diese Eigen schaften des Buches scheinen uns das selbe auch für die Hand unsrer jungen Lehrer recht geeignet zu machen: sie haben an demselben Stoff zu energischem Denken über religiöse und mit der Re ligion sich berührende Dinge, mit) zu gleich im wesentlichen auch die richtige Handleitung, mit solchem Denken in den Schranken der Glaubensanalogie zu bleiben. Wir glauben daher unsern Be richt mit einer warmen Empfehlung des Buches schließen zu sollen, zugleich aber auch mit der herzlichen Bitte an die verehrten, uns persönlich ganz unbe kannten Verfasser desselben, doch bei einer neuen Auflage, die nicht ausbleiben wird, die Fragen wegen des Deutero-Jesaia und Daniel und einige ähnliche weniger bedeutende noch einmal in recht ernste Erwägung zu nehmen. G. H.