15 einer ſeiner Civilproceſſe aufgerufen, worin es fich um die Hälfte ſeiner Jahres8einnahme aus 1842, ſchreibe: zweiundvierzig, handelte, die ihm bis jezt nicht allein vor- enthalten blieb, ſondern zu der er auch namhafte Koſtenbeträge vorlegen mußte. Die Anwälte bemeriten , daß die Gemeinde Odenthal einen Verglei angeboten habe, welcher bereits der höhern Beſtätigung vorliege , und baten deßhalb um Vertagung. Der Präſident Heinhmann trug vor, es ſei die Sache des Schullehrers Gladbach , und ſie ward von der „Rolle geſtrichen“. Wir erwähnen des Umſtandes , weil wir uns nicht - entſinnen, daß unter ähnlichen Verhältniſſen jemals eine „Löſchung“ erfolgte. Gladbach wird darüber nur einige Thaler verlieren. =- Werden dieſe Zeilen wohl dazu beitragen, daß in Zufunft das Heil der Wemeinde , ſo wie einzelner Perſonen , nur von der Gerech- tigfeit und Billigkeit und nicht von etwas Anderm abhängig ſind?“ Berlin, 1, Dci. (Rh. B.) I< kann Ihnen aus guter Quelle die erfreuliche Mit- theilung machen , daß neuerdings vom Cultusminiſterium eine Verfügung an die Re- gierungen und Provinzial - Schulcollegien erlaſſen worden, um der bis jekt in mancher Beziehung allerdings ungewiſſen Stellung der Elementarſ<ullehrer in Zukunft größere Sicherheit zu gewähren Namentlich hatten die mit dem Zeugniſſe II oder III aus den Seminaren entlaſſenen Candidaten das Unglü>, ihre definitive Anſtellung bis- weilen lange verzögert zu ſehen. Die Veränderungen , welche das Miniſterium beabſichtigt, fönnen nur mit dankender Agerkennung erwartet werden Die demnächſt eingehenden Be- richte der Regierungen und Provinzial - Schulcollegien werden dann in nicht langer Zeit die erwünſchten Verbeſſerungen zur Folge haben. Aus dem Regierungsbezirk Aachen, 10. Auguſt, --- (Aachn, Ztg.) Die Elementarlehrer des preußiſchen Staates dürfen ſich der Hoffnung hingeben , daß ihr Einkommen einer weſentlichen Verbeſſerung entgegen ſieht, indem ein hochgeſtellter Mann im Schulfache ſich neulich dahin geäußert hat , daß der Staat bereits Fonds zu einer Gehaltserhöhung der Lehrer ausgeworfen habe und daß , um durchgreifend die finanziellen Verhältniſſe der Lehrer zu beſſern, das monatliche Schulgeld erhöht werden würde , ſo wie auch ferner die Commune ebenfalls dazu beizutragen habe. Wenn man nun bedenkt, daß der Elemeutarlehrer in Preußen durchſchnittlih nicht einmal hundert Thaler jährlich einnimmt, wovon er nicht ſelten noch eine zahlreiche Familie zu ernähren hat ; ſo wird man dieſe Maßregeln zewiß eben ſo gerecht als zwermäßig finden, und haben wir nur no< zu wünſchen , daß der Staat das bereits begonnene Werk ſchon in nächſter Zukunft ausführen möge. Berlin. Das Provinzial-Schulcollegium hat an die Stadtgemeinde Berlin das An» ſuchen geſtellt , einige katholiſche Armenſchulen einzurichten , was viele katholiſche Bürger ſehr wünſchten. Breslau, 6. Dec -- (Berl, Z.) Unſere Stadtverordneten haben beſchloſſen, die Gehalte der hieſigen Communallehrer zu verbeſſern ; die Zulage beträgt im Ganzen jährlich 700 Thlr. Breslan. 26, Sept. (S<l. Z.) Stadtverordneter Kop iſc< hatte ſchon früher bei den Stadtverordneten den Vorſchlag gemacht, die Unterſcheidung in katholiſche, evangeliſche und jüdiſche Schulen ganz aufzuheben, das Confeſſionelle völlig auszuſondern, da Religionsunterricht für die einzelnen Confeſſionen beſonders ge: geben werden könne, und alle Schulen, in welchen dann vermiſcht die Kinder, gleichviel welcher Confeſſion , Unterricht erhielten, den Namen Stadtſchulen , unter Aufſicht der ſtädtiſchen Behörden führen ſollten. Die Herren Regenbrecht, Siebig , Ludewig und andere ergriffen in der leßten Sißung der Stadt verordneten für die Sache das Wort. Die Verſammlung war ebenfalls damit einverſtanden, daß aus einer ſolhen Einrichtung