SNP SSS SSS SSS SSS NNN NNN NNN NNEN NNN NENN NNN SENN NNN ENE emeine Deutſche ſehrerzeiiung Herausgegeben vom Deutſchen Gehrerverein Verlag und Geſchäftsſtelle: Berlin W535, Potsdamer Straße 115, Haus 2. FSernruf: Rurfürſt 8150/8151 | Verantwortlicher Schriftleiter: Geo Raeppel, Borlin-Lichterfelde 1, Steinſtraße 80; Fernruf: Lichterfelde 5931 “3.5 "57. Jahrgang Em „Berlin, den 12. Jantar 1928 Hummer Inhalt: Erklärung. = Es kriſelt. <= Der Reichsſchulgeſetzent wurf. = Reichsregierung und Lehrerbildung. -- Von der Reform der Cehrerbildung in Oeſterreich. = Der Privätmuſikunterricht der Dolksſchullehrer. „Ein Pädagogiſcher Kongreß Berlin 1928 ans Anlaß einer Tagung der „Internationalen Dereiniaung der Cehrerverbände.“ == Rundſchau. = Wirtſchaftliche Frauen. = Deutſcher Cehrerverein. <== Verſchiede nes. Anzeigen. Erklärung. Die Unterzeichneten, Mitglieder der Erziehungswiſſenſchaftlichen Hauptſtelle des Deutſchen Cehrervereins, erheben gegen den dem Reichstag zur Zeit vorliegenden Entwurf eines Reichsſchulgeſezes Einſpruch und begründen dieſen wie folgt: Z Nn: ] 1. Ein Shulgeſes auf der Grundlage des Entwurfs ſett die Leiſiungsfähigkeit der Volksſchule herab, indem es an der 2 Stelle vollausgebauter Schulen Zwerg- und Splitterſchulen ſchafft und die in glüklichem Fortgang befindliche Be- wegung, kleinere Schulen zuſammenzulegen, hemmt. . Die Abſicht, auch den Unterricht in den allgemeinwiſſenſchaftlichen Fächern dem religiöſen Bekenntnis zu unterſtellen, ; gefährdet die Freiheit und Einheit der deutſchen Bildung. Bekenntniseifer wird nicht ruhen, bis auch die höheren Z ; Schulen und die Hochſchulen konſfeſſionaliſiert ſind. ; 5. Ein ſolches Geſetz führt notwendig zu einem unerträglichen Gewiſſens3zwang für die einzelnen Lehrer. 4 4. Dieſes Geſebz übertreibt den an ſich richtigen Grundſaß, den Erziehungsberechtigten Unteil an dem Uusbau des öffent- lihen Bildungsweſens zu gewähren. Die darin liegende Gefahr iſt umſo größer, als es letzten Endes nicht die Erziehungsberechtigten ſelbſt ſind, die ihren Willen geltend machen, ſondern die Weltanſchauungs- und politiſchen Gomeinſchaften, die den Elternwillen als Mittel zur Machteniſaltung benutßen. 5. Das Geſetz erſchwert den natürlichen, unbefangenen Verkehr, das gegenſeitige Fühlungnehmen und Verſtehen der Kinder unſeres Volkes und gefährdet die Erziehung zur Volkseinheit. 6. Das Geſetz ſetzt ſich mit vielen Beſtimmungen in Widerſpruch zur Reichsverfaſſung und untergräbt damit die Uchtung w * EI vor dieſer. Dr. G. Deu hler, Profeſſor an der Univerſität Hamburg; NVlarx Döring, Dozent am Pädagogiſchen Inſtitut in Leipzig; Dt € ßl er, Berufsſchuldirektor, Berlin; Karl E>hardt, Schulrat, Biedenkopf; Ganßer, Rektor, Berlin-Waidmanns>- lüſt; «A Günther,"Oberreg.“-und Schulrat, Berlin; E: H-8hn e, Schülrat,-Berlin; Hy lla, Reg.- und Schulrat, Berlin; „Geh.“ Studienrat “Dr. Georg Kerſchenſteiner, ord. Honorarprofeſſor an „der Univerſität München; Rorn, Dber- . lvzeallehrer, Berlin; OD. Koſog, Mittelſchulrektor, Breslau; Ceop. Lang, Regierungsrat, Wien; Ernſt Linde, Oberlehrer i. R., Gotha; Dr. Dtto Lipmann, Direktor des Inſtituts für angewandte Pſychologie, Berlin; Willy "Müller, Schülrat, Berlinz- 'Dr.- h; c. Karl M utheſius, Schulrat, - Seminardirektor i. R., Weimar; Preßel, -.. Direktor beim Provinzial-Schulfollegium, Berlin; H. Rebhuhn, Rektor, Ceiter der Dieſterweg-Hochſchule, Berlin; "445 . Otto Scheibner, Oberſtudienrat, Honorarprofeſſor an der Univerſität, Jena; H. S<hreiber, Lehrer, Würzburg; A 6 Z 1m Ie “ Pp T rs , ? 7 7: Wu“ "Otto Schulz, Gewerbeoberlehrer, Berlin; Dr. Richard Sevpfert, ord. Profeſſor an der Techniſchen Hochſchule, Direktor des Pädagogiſchen Inſtituts, Dresden; Dr William Stern, ord. Profeſſor an der Univerſität, Hamburg; Dr. Strehler, Lehrer, München; JZ. Tews, Geſchäftsführer der Geſellſchaft für Volksbildung, Berlin; Profeſſor 5 NEE : Dr. KHK. Umlauf, Landesſchulrat, Hamburg; “Prof. Dr. Hermann Weimer, Direktor der Pädagogiſchen Ukademie, m 5: Frankfurt a. Main; Georg W-0olff, Schulrat, Berlin; Max Wolff, Schulrat, Brandenburg. - | WZ R 5-48 = Es krijelt. ) EE WAER (hon in unſerer letzten Nummer Undeutungen | fürchtung gegeben, daß die Ausſchußverha ndluns Ga gemacht, daß die Derhandlungen über- das Reichsſchul- | gen entweder ſolange verſchleppt werden, bis geſetz zu einer Rriſis führen können, die weittragende politiſche | der Reichstag ſein Ende findet; oder daß ſie 0 Folgen haben kann. Swiſchen den Nusführungen der volks- | eines Tages auf den toten Punkt gela ngen, “SEEN "pärteilichen Frau Dr. Maßz und denen des Zentrumsabgeord- | von dem kein Weiterkommen iſt“ In aleichent ; uE neten Rheinländer, die wir in unſerem Urtikel beleuchteten, | Sinne druckt die „Kölniſche Volkszeitung“ den Artikel unter iſt eine Uebereinſtimmung nicht mehr zu finden, ſo daß man | der bezeichnenden Ueberſchrift „Der CLeidensweg des Reichs5- » aus beiden eigentlich ſchon die Befürchtung herausleſen konnte, | ſchulgeſotos' ab, läßt aber dabei einige bemerkenswerte Stol- »" daß. mit einem Scheitern des Reichsſchulgeſetzentwurfs ge- | len weg. S0 ſchreibt Rheinländer: „Die Linke hat rechnet werden muß. Dieſen Eindruck von dem Urtikel Rhein- | nicht unroht, rem ie die Schuld der Verſchleppung. der länders ſcheint auch die „Tremonia“ zu-haben, die ihn ! Verhandlungen angeſichts. der offenbaren Un- Se dor Yeberſchrift „Schlechte Uusſichten für das | einigkeit der Regierungsparteien auf. dieſe ab- Weichs | a nlgeſeß“ wiedergibt und zu folgendem“ Schluß | zuwälzen ſucht.“ Dagegen bringt die Köln. Volksztg. nur den Sagßz? n WUR „Aus dieſen Darlegungen „ſpricht ein. ſehr ſtarker | „Die Gegner des Entwurfs behaupten [PEP 15 Pejſimismus. - Aber ſeiner Begründnug kann man ſich nicht | li <, die Schuld an dem langſamen Voranſchreiten. der Aus- Es verſchließen. Borückſichtigt man noch, daß die im kommenden | ſchußverhandlungen liege .nur bei der Regierung und den Re- + - „Jahre in Ausſicht ſtehenden Neuwahlen die Neigung zum Ent- | gierungsparteien.“ Der Unterſchied iſt klar: . Rheinländer ; gegenkommen bei den vorſchiedonen Parteien auf ein Minimum | nimmt kein Blatt vor den Mund und zeichnet die Dinge, wie . horabſchranben, jo iſt in der Tat aller Anlaß für die Ve- | ſie find; die „Köln, Volksztg.“ aber fürchtet ſich, die Deutſch=