958 €€ 3 GO H öfl icht eit. Gy Zöflichfeit iſt eine von den ange nehmen Tugenden, welche wir früb den fleinen Lieblingen unſers Her? zens zur Gewohnheit machen müſſen. Denn höfliche Kinder erwecken, bey dem erſten An- - blif ein gutes Vorurtbeil von fich, und ihrer Erziehung, =- Sie werden geliebt und gelobt von denen, welche ſie näher kennen lernen; === Sie bekommen Zutritt oder Vergeſtungen, welche ſie ſonſt nicht empfängen. Die Mittel, durd) welche man Kinder zur Höf- lichkeit gewöhner, ſind dieſe: Man kobet und liebs Foſet die Kinder, wenn ſie höflich ſind; --“ Man giebt ihnen kleine Dergeltungen ; --- - Man ge- wöhnet ſie , daß ſie vor alles, was ihnen gegeben wird, ſich bedanken, und wenn ſie es nicht chun, fo nimmt man ihnen wieder, was man ihnen ge- geben hat; == Man bringet ſie in Geſellſchaft vort böflichen Perſonen und Kindern; --“= Man hält darauf, daß die Domeſtiquen böfe lich mit ihnen umgeben, daß die Jügend'ge» gen Eltern, gegen Lehrer, gegen SDausges noſſen, gegen Geſinde, und ſelbſt die Rinder Unter einander, die Grade der Höflichkeit beobachten, welche den Grund legen, artige, beliebte und nüß- fiche junge Leute zu bilden, “ Eltern und tehrer, beſonders die Hiütter, die - Verwandtinnen und Freundinnen der Kinder, ſollten es oft zu ihrem eigenen E Geſchäfte machen: Fin da