WE IREN LIS Voeineke auf dem Totenbett. Bruder Reineke brauchte nur an Lampe zu denken, um in helle Wut zu geraten, er war vor lauter Aerger ganz mager geworden. Da traf er einmal Jſegrim auf der Landſtraße, der nach einigen Rreuz- und Muerfragen bald herausgefunden hatte, daß mit Reineke etwas nicht ſtimmte. Aber Reineke wollte ſich nichts merken laſſen, -weil der Freund ihm verdächtig vorkam, deshalb lachte und ſcherzte er und tat ſehr luſtig. Doch Jſegrim ließ ſich nicht irre machen; wie zufällig. fing er an, über Meiſter Lampe's lezte Streiche zu ſprechen, denn die ganze Gegend freute ſich über Reineke's Hereinfall. „Ih wüßte ſchon, ſagte Jſegrim, „wie man den Strolch unſchädlich machen könnte.“ „Das dürfte ſchwierig ſein,“ ſeufzte Reineke. „Garnicht,“ entgegnete Jſegrim, „wir brauchten ihn nur in Euer Haus zu locken.“ Reineke kannte jeinen Meiſter Lampe zu genau und erklärte, daß das wohl ver- gebliche Mühe wäre, aber Jſegrim lachte ihn aus. „Wie denkt Jhr Euch denn den Spaß?“ fragte Reineke. „Ei, wir müſſen ihm etwas vorſchwindeln. Laßt das nur meine Sorge ſein. Wenn Jhr Eure Rolle gut ſpielt, dann haben wir ihn. Jhr braucht nichts weiter zu tun, als Euch ins Bett zu legen und Euch tot zu ſtellen. Uber gebt keinen Laut von Euch, ehe Lampe Euch angerührt hat, das müßt Jhr mir verſprechen. Mein Fell will ich verwetten, daß wir ihn diesmal als Braten auf den Tiſch bekommen.“ Der Vorſchlag gefiel Reineke ausnehmend gut, die beiden trennten jich, und Jſegrim machte, ſic) auf den Weg zu Meiſter Campe. Als er dort angekommen war, klopfte er an die Türe =“- bum bum bnm. Niemand öffnete. Er klopfte zum zweitenmal - bem bem bem. „Wer iſt da?“ rief Lampe. „Ein Freund,“ antwortete Jſegrim. „Qu viele Freunde ſind läſtig, ſagt mir, wer Jhr ſeid >“